Bericht: AfD-Insider werfen Partei "Säuberungsaktionen" vor

7. Juni 2026
1 min Lesezeit

Bericht: AfD-Insider werfen Partei "Säuberungsaktionen" vor

Baden-Württemberg - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politische Konflikte innerhalb der AfD in Baden-Württemberg

() – Zwei interne Brandbriefe an die AfD-Bundesvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla belasten offenbar die Parteiführung in . Das berichtet der „Spiegel“.

Ein Schreiben stammt demnach vom scheidenden AfD-Landtagsabgeordneten Rüdiger Klos, das andere von mehreren langjährigen Parteimitgliedern aus zwei Kreisverbänden im Südwesten.

Klos zeichnet laut „Spiegel“ das Bild einer Partei, die mit Rechtsstaatlichkeit und innerparteilicher Demokratie gebrochen habe. Er wirft der Landesführung um Markus Frohnmaier und Emil Sänze vor, Kritiker mit Parteiausschlussverfahren mundtot zu machen.

Er soll dem Bericht zufolge von „Säuberungsaktionen wie im Totalitarismus“, „innerparteilichen Goebbels-Methoden“ und „sektenartigen Zuständen“ sprechen. Führende Funktionäre seien „offensichtlich inkompetent“, schreibt Klos.

Sollten sie jemals Regierungsverantwortung übernehmen, wäre „ein Chaos für die Folge“.

Klos saß zehn Jahre für die AfD im Landtag. Er war Gründungsmitglied des Landesverbandes und von 2015 bis 2017 stellvertretender Landessprecher der AfD Baden-Württemberg.

Bereits vor einigen Wochen wandte er sich mit Vorwürfen gegen Frohnmaier an die Parteichefs.

Die Unterzeichner des zweiten, sechsseitigen Schreibens beklagen laut „Spiegel“ vor allem Machtkonzentration, Vetternwirtschaft und mangelnde Transparenz bei Finanzen und Personalentscheidungen. Sie sprechen von einer Entwicklung „von der Basisdemokratie zur autokratischen Funktionärspartei“, von „Machtcliquen“, „Beutegemeinschaften“ und einer „Kultur der skrupellosen Selbstbedienung“.

Zudem fordern sie eine unabhängige Überprüfung der Landesfinanzen und der umstrittenen Erbschaft Ludwigsburg, die seit Jahren parteiinterne Konflikte auslöst.

Die Anwürfe schaden Landeschef Markus Frohnmaier bisher aber offenbar nicht. Mit mehr als 91 Prozent der Stimmen bestätigte ein Landesparteitag ihn am Wochenende im Amt – dem besten Ergebnis eines AfD-Landesvorsitzenden jemals in Baden-Württemberg.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: AfD-Logo (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Zwei interne Brandbriefe belasten die AfD-Bundesführung in Baden-Württemberg.
  • Vorwürfe umfassen Machtkonzentration, mangelnde Transparenz und innerparteiliche Repression.
  • Landeschef Markus Frohnmaier wurde bei einem Parteitag mit über 91 Prozent im Amt bestätigt.

Warum ist das wichtig?

  • Machtkonzentration und Intransparenz gefährden die demokratische Struktur der Partei
  • Vorwürfe zu interner Repression und Mangel an innerparteilicher Demokratie könnten das Vertrauen der Wähler beeinträchtigen
  • Bedenken über die Eignung der Parteiführung für Regierungsverantwortung könnten öffentliche Wahrnehmung und zukünftige Wahlen beeinflussen

Wer ist betroffen?

  • AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel und Tino Chrupalla
  • AfD-Landtagsabgeordneter Rüdiger Klos
  • langjährige Parteimitglieder aus zwei Kreisverbänden in Baden-Württemberg

Zahlen/Fakten?

  • 10 Jahre im Landtag
  • Mehr als 91 Prozent Unterstützung für Landeschef Markus Frohnmaier beim Parteitag
  • Sechsseitiges Schreiben von langjährigen Parteimitgliedern

Wie geht’s weiter?

  • Überprüfung der Landesfinanzen und der Erbschaft Ludwigsburg fordern
  • Stärkung der innerparteilichen Demokratie und Transparenz anstreben
  • Konfrontation mit den Vorwürfen der Kritiker erwarten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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