Trump verhängt neue Zölle auf Importe aus 60 Ländern

23. Juli 2026
1 min Lesezeit

Politik: US-Zölle aus Washington

Washington () – Die US-Regierung hat neue Zölle auf Importe aus 60 Ländern angekündigt, die bereits ab Freitag in Kraft treten sollen. Wie aus einer Mitteilung des US-Handelsbeauftragten vom Donnerstag hervorgeht, sollen die Zölle im nominalen Bereich von 10 bis 12,5 Prozent liegen und die allermeisten US-Importe betreffen.

Nachdem frühere Maßnahmen vom Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten abgelehnt wurden, hat die US-Regierung sich nun alle Mühe gegeben, eine Begründung zu finden: Sie beruft sich auf angeblich mangelnden Einsatz der entsprechenden Länder gegen Zwangsarbeit.

Denn das US-Handelsgesetz von 1974 erlaubt, gegen unfaire ausländische Praktiken vorzugehen, die den US-Handel beeinträchtigen. Und solche will die US-Regierung nach „monatelanger Untersuchung“ in Sachen Zwangsarbeit bei der Produktion von Gütern, die in die USA exportiert werden, gefunden haben.

Mit 10 Prozent sollen künftig den niedrigeren Satz Länder zahlen, die nach Ansicht der US-Regierung selbst immerhin ein Einfuhrverbot für Waren aus Zwangsarbeit erlassen haben oder sich im Rahmen eines Abkommens über den gegenseitigen Handel zur Einführung und Durchsetzung eines solchen Verbots verpflichtet haben. Konkret benannt werden Argentinien, , Kambodscha, Kanada, , El Salvador, Guatemala, Honduras, Indien, Indonesien, , Malaysia, , Pakistan, Sri Lanka, Trinidad und Tobago sowie das Vereinigte Königreich.

„10 Prozent oder 12,5 Prozent“ sollen für die Europäische Union, Taiwan, Japan, Korea und die gelten, „sofern für diese keine anderweitige Ausnahme gilt“. Alle anderen betroffenen Länder müssen 12,5 Prozent zahlen.

Ausnahmen soll es für Rohstoffe geben, die bei Zollerhebung zu einem Mangel an inländischem Angebot führen könnten, sowie für Produkte, die wirtschaftliche Störungen verursachen, wie es hieß.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Industrieanlagen in den USA (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Trump verhängt neue Zölle auf Importe aus 60 Ländern

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Die US-Regierung hat neue Zölle auf Importe aus 60 Ländern angekündigt, die bereits ab Freitag in Kraft treten sollen
  • Die Zölle sollen nominal 10 bis 12,5 Prozent betragen und vor allem US-Importe aus den betroffenen Ländern betreffen
  • Begründet wird das Vorgehen mit angeblich mangelndem Einsatz der Länder gegen Zwangsarbeit bei der Produktion exportierter Güter

Warum ist das wichtig?

  • Neue Zölle auf Importe aus 60 Ländern erhöhen die Kosten für viele US-Importe und können den Handel mit betroffenen Staaten spürbar beeinflussen
  • Die Maßnahme wird mit mangelnder Bekämpfung von Zwangsarbeit in den Produktionsländern begründet und soll Druck zur Einführung/ Durchsetzung entsprechender Verbote erzeugen
  • Ausnahmen für bestimmte Rohstoffe und Produkte sollen verhindern, dass es zu Angebotsschwankungen oder wirtschaftlichen Störungen in den USA kommt

Wer ist betroffen?

  • Die Europäische Union, Taiwan, Japan, Korea und die Schweiz
  • Argentinien, Bangladesch, Kambodscha, Kanada, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Honduras, Indien, Indonesien, Jordanien, Malaysia, Mexiko, Pakistan, Sri Lanka, Trinidad und Tobago sowie das Vereinigte Königreich
  • Alle übrigen der insgesamt 60 betroffenen Länder

Zahlen/Fakten?

  • 60 Länder, neue Zölle ab Freitag
  • 10 bis 12,5 Prozent; 10 Prozent für Länder mit Einfuhrverbot/Verpflichtung zu Zwangsarbeitsverbot, 12,5 Prozent für alle anderen betroffenen Länder
  • Ausnahmen für Rohstoffe bei Angebotsmangel sowie für Produkte bei wirtschaftlichen Störungen

Wie geht’s weiter?

  • Die Zölle auf Importe aus 60 Ländern sollen bereits ab Freitag in Kraft treten und 10 bis 12,5 Prozent betragen
  • Die USA begründen die Maßnahme mit mangelndem Einsatz der Länder gegen Zwangsarbeit bei der Produktion exportierter Güter
  • Für manche Länder gelten 10 Prozent, für die EU, Taiwan, Japan, Korea und die Schweiz 10 oder 12,5 Prozent je nach Ausnahmen sowie Ausnahmen für bestimmte Rohstoffe und Produkte bei wirtschaftlichen Störungen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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