Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wohnungspolitik und soziale Reformen in Berlin
Berlin () – Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) stellt sich gegen das geplante Enteignungsverbot von Immobilienkonzernen.
Gewerkschaftschef Robert Feiger sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben), hinsichtlich des Verbots einer Verstaatlichung privater Mietwohnungen auf Länderebene habe er einen anderen Vorschlag. Der Staat solle bei den großen Wohnungsunternehmen wie beispielsweise Vonovia jeweils die Mehrheiten übernehmen und könne so die jeweilige Geschäftspolitik maßgeblich beeinflussen. Der Schwerpunkt könne auf bezahlbarem Wohnraum liegen, ergänzte er.
Union und SPD hatten sich im Koalitionsausschuss zuvor darauf verständigt, mit einem Bundesgesetz dafür zu sorgen, „dass die Verstaatlichung privater Mietwohnungsbestände durch Vergesellschaftungsgesetze auf Landesebene nicht mehr möglich ist“.
Feiger kritisierte außerdem das Vorhaben, den sogenannten Handwerkerbonus zu beschneiden. Die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen von 20 auf 15 Prozent zu reduzieren, könnte zum Eigentor werden, sagte er. Die Zunahme von illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit sei damit programmiert.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bauarbeiter auf Baustelle (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- IG BAU lehnt Enteignungsverbot von Immobilienkonzernen ab.
- Gewerkschaftschef schlägt vor, dass der Staat Mehrheiten bei großen Wohnungsunternehmen übernehmen soll.
- Kritisiert Reduzierung des Handwerkerbonus auf 15 Prozent.
Warum ist das wichtig?
- Schutz des sozialen Wohnungsmarktes durch staatlichen Einfluss auf große Wohnungsunternehmen
- Verhinderung illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit durch Beibehaltung von steuerlichen Absetzbarkeit für Handwerkerleistungen
Wer ist betroffen?
- Immobilienkonzerne
- große Wohnungsunternehmen wie Vonovia
- Handwerker
Zahlen/Fakten?
- IG BAU spricht sich gegen geplantes Enteignungsverbot aus
- Steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen von 20 auf 15 Prozent reduziert
- Zunahme von illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit wird befürchtet
Wie geht’s weiter?
- IG BAU setzt sich gegen Enteignungsverbot von Immobilienkonzernen ein
- Vorschlag zur Übernahme von Mehrheiten großer Wohnungsunternehmen
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