Becker: "Wer auf Döpfner und Merz zielt, muss bewaffnet sein"

8. Juli 2026
1 min Lesezeit

Becker: "Wer auf Döpfner und Merz zielt, muss bewaffnet sein"

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Medienkritik in Berlin: Glaubwürdigkeit im Journalismus

() – Funke-Verlegerin Julia Becker hat die Veröffentlichung des Wettbewerbers „Redaktionsnetzwerk “ über ein Treffen zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner scharf kritisiert. In dem am Mittwoch veröffentlichten Podcast des stellvertretenden „Bild“-Chefs Paul Ronzheimer warf sie den Kollegen vom RND vor, mit nicht verifizierten Zitaten leichtfertig die Glaubwürdigkeit des Journalismus aufs Spiel gesetzt zu haben.

In einem in der letzten Woche veröffentlichten Podcast des RND war behauptet worden, Döpfner habe Merz mit den Worten „Das werden Sie noch bereuen“ bedroht, nachdem dieser angeblich eine Aufforderung Döpfners zum Aufweichen der sogenannten „Brandmauer“ abgelehnt habe. Die RND-Redaktion ruderte später zurück und räumte ein, die Zitate hätten nicht verbreiten werden dürfen. Der Springer-Verlag sprach von „Lüge“, die Bundesregierung von „absurden Gerüchten“.

Aber: Regierungssprecher Stefan Kornelius bestätigte ein Treffen zwischen Merz und Döpfner im Frühjahr, außerdem hatte Merz nach einer Vorstandssitzung gesagt, er sei von „einzelnen Verlagshäusern dazu aufgefordert“ worden, „eine andere Mehrheit im Bundestag“ zu suchen, was er nicht tun werde. Regierungssprecher Kornelius hatte der diesbezüglich auf Anfrage am Freitag gesagt, es gebe „keinen Zusammenhang“ zwischen dem Treffen mit Döpfner und dem Zitat.

Funke-Verlegerin Becker zeigte dementsprechend kein Verständnis, dass das RND das Gerücht öffentlich gemacht hatte: „Wenn du auf Döpfner und Merz zielst, da musst du, finde ich, schon bewaffnet sein, und ansonsten lässt du es lieber bleiben“, sagte sie im Ronzheimer-Podcast. Der Schaden, der entstanden sei, wiege schwer: „Der zahlt auf unser aller Glaubwürdigkeit ein und Glaubwürdigkeit ist die für mich allerwichtigste Ressource, die wir in unserer Zeit noch haben. Und die wurde hier leichtfertig verspielt.“

Die Verlegerin warf Medien und Journalisten zugleich vor, in der Vergangenheit zu oft die Nähe zu Politikern gesucht zu haben. Sie selbst halte strikte Distanz: „Ich hatte immer ein Störgefühl, dass Politik und Medien, für mein Gefühl, an einander gegenüberliegenden Seiten des Tisches sitzen. Und diese Kungelei oder das Selbstverständnis von `wir sind auch privat alle gut befreundet` – (das schafft) viel zu große Nähe.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Friedrich Merz und Mathias Döpfner (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Julia Becker kritisiert Veröffentlichung des RND über Treffen zwischen Merz und Döpfner.
  • RND räumt nach Kontroversen Fehler bei Zitaten ein; Regierung weist Zusammenhang zwischen Treffen und Zitat zurück.
  • Becker betont: Glaubwürdigkeit des Journalismus wird leichtfertig aufs Spiel gesetzt.

Warum ist das wichtig?

  • Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit des Journalismus
  • Gefahr von unverified Informationen und Gerüchten
  • Wichtige Distanz zwischen Medien und Politik zur Wahrung der Integrität

Wer ist betroffen?

  • Julia Becker (Funke-Verlegerin)
  • Friedrich Merz (Bundeskanzler, CDU)
  • Mathias Döpfner (Axel-Springer-Chef)

Zahlen/Fakten?

  • RND bestätigte, dass Zitate nicht hätten veröffentlicht werden dürfen
  • Regierungssprecher bestätigte ein Treffen zwischen Merz und Döpfner im Frühjahr
  • Becker betonte, dass Glaubwürdigkeit die wichtigste Ressource im Journalismus ist

Wie geht’s weiter?

  • Folgen von Beckers Kritik auf die Glaubwürdigkeit im Journalismus klären
  • RND muss sich zu den Konsequenzen seiner Berichterstattung äußern
  • Diskussion über den Einfluss von Medien auf die Politik weiterführen
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