Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaftliche Debatte zur Pendlerpauschale in Berlin
Berlin () – Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat sich kritisch zu einer möglichen Erhöhung der Pendlerpauschale angesichts hoher Benzinpreise geäußert.
„Die Erhöhung der Pendlerpauschale wäre ein ineffizientes und teures Instrument, das die sozialen Ungleichheiten weiter verschärfen dürfte“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe). „Viel wichtiger als der Benzinpreis sind für die meisten Menschen die hohen und steigenden Lebensmittelpreise.“ Die Bundesregierung solle ihre „Priorität auf Einsparungen beim Energieverbrauch von fossilen Energieträgern“ legen und die Menschen entlasten, die besonders dringend Hilfe benötigten.
Auch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) äußerte scharfe Kritik an den Überlegungen und bezeichnete eine höhere Pendlerpauschale als „Steuergeschenk für Besserverdienende“. Robin Kulpa, Leiter der Bereiche Verkehr und Luftreinhaltung bei der DUH, sagte der „Rheinischen Post“: „Menschen mit einem Einkommen unter dem Steuerfreibetrag profitieren gar nicht von der Pendlerpauschale.“ Stattdessen sprach sich Kulpa für ein „bezahlbares Deutschlandticket für 29 Euro für die nächsten Monate“ aus und forderte die Einführung eines Tempolimits.
Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung ist Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) offen für eine spürbare Anhebung der Pendlerpauschale von derzeit 38 Cent auf bis zu 45 Cent je Kilometer.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Autobahn (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Marcel Fratzscher kritisiert mögliche Erhöhung der Pendlerpauschale wegen sozialer Ungleichheiten.
- Deutsche Umwelthilfe nennt höhere Pendlerpauschale ein "Steuergeschenk für Besserverdienende".
- Bundeskanzler Friedrich Merz ist offen für Anhebung der Pendlerpauschale auf bis zu 45 Cent pro Kilometer.
Warum ist das wichtig?
- Kritische Stimmen zur Pendlerpauschale betonen Ineffizienz und soziale Ungleichheit
- Lebensmittelpreise werden als drängenderes Problem wahrgenommen
- Forderung nach gezielten Entlastungsmaßnahmen für bedürftige Menschen
Wer ist betroffen?
- Pendler
- Menschen mit niedrigem Einkommen
- Besserverdienende
Zahlen/Fakten?
- Pendlerpauschale aktuell 38 Cent je Kilometer
- Mögliche Erhöhung auf bis zu 45 Cent je Kilometer
- Kritik an der Erhöhung als ungerecht und ineffizient
Wie geht’s weiter?
- Erhalt der aktuellen Pendlerpauschale oder moderate Anhebung prüfen
- Fokus auf Einsparungen beim Energieverbrauch
- Einführung eines bezahlbaren Deutschlandtickets und Tempolimit anstreben
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