Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Europäische Politik: Fünf-Prozent-Hürde gefordert
Brüssel () – Die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley, hat den Einfluss von „Spaßparteien“ auf die europäische Politik beklagt und die Einführung einer Fünf-Prozent-Hürde bei Europawahlen gefordert. „Was mich auch ärgert, sind so diese sogenannten Spaßparteien, also da habe ich überhaupt kein Verständnis für“, sagte die SPD-Politikerin dem Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben).
Zwar habe selbst das Bundesverfassungsgericht gesagt, „so ein paar, deswegen brauchen wir keine Fünf-Prozent-Hürde, so ein paar, das ist nicht so schlimm“, führte sie aus. Aber Länder wie Malta oder Luxemburg hätten nur sechs Abgeordnete für das ganze Land. Dann könnten die Deutschen nicht drei schicken, die „nur ein bisschen Krawall machen wollen“. Als Beispiel nannte sie „Die Partei“ des Satirikers Martin Sonneborn, der einige Zeit abwechselnd mit Ja und Nein gestimmt hatte.
Es sei „wichtig, dass ein Europäisches Parlament genauso ernst genommen wird wie ein Deutscher Bundestag“, erklärte Barley. „Und wenn man sagt, im Deutschen Bundestag haben Parteien, die nicht eine Mindestunterstützung in der Bevölkerung haben, nichts zu suchen, dann sollte man das auch für das Europäische Parlament anwenden.“
Bei der vergangenen Europawahl galt keine Sperrklausel. Bei Bundestagswahlen gibt es die Fünf-Prozent-Hürde.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Wahllokal zur Europawahl (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Katarina Barley beklagt Einfluss von "Spaßparteien" auf europäische Politik.
- Forderung nach Einführung einer Fünf-Prozent-Hürde bei Europawahlen.
- Vergleich der Unterstützung von Parteien im Deutschen Bundestag und Europäischem Parlament.
Warum ist das wichtig?
- Einfluss von Spaßparteien auf die europäische Politik kritisch
- Einführung einer Fünf-Prozent-Hürde zur Wahrung der Seriosität des Parlaments
- Vergleich zwischen den Anforderungen für den Deutschen Bundestag und das Europäische Parlament
Wer ist betroffen?
- Wähler der Europawahl
- Spaßparteien und deren Einfluss
- Abgeordnete aus kleinen Ländern wie Malta oder Luxemburg
Zahlen/Fakten?
- Einführung einer Fünf-Prozent-Hürde bei Europawahlen gefordert
- Keine Sperrklausel bei der letzten Europawahl
- Fünf-Prozent-Hürde bei Bundestagswahlen vorhanden
Wie geht’s weiter?
- Diskussion über Einführung einer Fünf-Prozent-Hürde für Europawahlen
- Verstärktes Augenmerk auf den Einfluss von "Spaßparteien"
- Forderung nach ernsthafterer Wahrnehmung des Europäischen Parlaments
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