Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Sicherheitspolitik im Persischen Golf
Washington () – Der frühere US-Luftwaffengeneral und Iranstratege S. Clinton Hinote hält es für fast ausgeschlossen, dass die US-Marine die Straße von Hormus gegen iranische Attacken auf Tankschiffe sichern kann.
„Die Blockade der Straße von Hormus ist ein Problem, das man allein mit militärischen Mitteln kaum lösen kann“, sagte Hinote dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“. „Unsere Eskorten der US-Marine würden einen sehr großen Teil der Angriffe auf ihre eigenen Schiffe und auf die Tanker abwehren. Aber ich habe Zweifel, dass unsere Leute einen hundertprozentigen Schutz gewährleisten können.“
Der Drei-Sterne-General Hinote entwickelte Mitte der Nullerjahre unter US-Präsident George W. Bush Szenarien für einen möglichen Krieg gegen Iran. Jede militärische Option, die Straße von Hormus zu sichern, ist demnach mit Risiken verbunden, die sich kaum ausschalten lassen. „Was passiert, wenn eine Drohne durchkommt und ein Supertanker mitten in der Straße von Hormus brennt? Wenn man einen Konvoi verteidigt, muss man zu 100 Prozent erfolgreich sein“, sagte Hinote dem „Spiegel“. „Solange die Passage nicht absolut sicher ist, wird kein Schiffseigner seine Besatzung dieser Gefahr aussetzen. Selbst wenn eine Versicherung sich tatsächlich darauf einlassen würde, einen Tanker für diese Passage zu versichern, würde sie sehr hohe Prämien verlangen.“
Als „hochriskant“ bezeichnete Hinote die Option, das iranische Ufer der Straße von Hormus zu erobern: „Dafür braucht man eine große Bodenoperation. Die wäre hochkomplex.“ Schließlich liege auf der iranischen Seite unter anderem die Stadt Bandar Abbas mit rund 700.000 Einwohnern. „Wir wissen nicht, wie die lokale Bevölkerung auf unsere Soldaten reagieren würde. Wir können nicht vorhersagen, wie sehr die Menschen in Iran noch hinter dem Regime stehen, ob sie feindlich auf unsere Leute reagieren.“
Dennoch gebe es einen Weg, den sicheren Schiffsverkehr durch die Meerenge herzustellen, sagte Hinote dem „Spiegel“. „Man muss versuchen, das iranische Regime davon zu überzeugen, dass es eine schlechte Idee ist, die Straße von Hormus weiter zu blockieren.“ Dies versuche US-Präsident Donald Trump nun offenbar, indem er drohe, die Ölterminals der für Irans Ölexport so wichtigen Insel Charg zu bombardieren. Allerdings zeigte sich Hinote skeptisch, dass Trump mit dieser Drohung die Machthaber in Teheran umstimmen wird.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Iran (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- US-Luftwaffengeneral S. Clinton Hinote bezweifelt, dass die US-Marine die Straße von Hormus effektiv schützen kann.
- Er warnt vor hohen Risiken bei militärischen Optionen zur Sicherung der Meerenge.
- Hinote schlägt diplomatische Ansätze vor, um das iranische Regime von Blockaden abzubringen.
Warum ist das wichtig?
- Militärische Mittel allein reichen nicht aus, um die Straße von Hormus zu sichern.
- Hohe Risiken und Unsicherheiten bei jeder militärischen Option zur Kontrolle der Passage.
- Überzeugung des iranischen Regimes könnte der Schlüssel zur Sicherung des Schiffsverkehrs sein.
Wer ist betroffen?
- US-Marine
- Schiffseigner
- lokale Bevölkerung in Iran
Zahlen/Fakten?
- US-Marine kann Straße von Hormus nicht ausreichend gegen iranische Angriffe sichern
- Jeder militärische Versuch birgt hohe Risiken, insbesondere bei der Sicherung von Tankern
- Eroberung des iranischen Ufers wäre komplex und risikobehaftet, unter anderem in Bezug auf lokale Bevölkerung
Wie geht’s weiter?
- US-Marine kann Straße von Hormus kaum sichern
- Militärische Lösungen sind riskant und kompliziert
- Überzeugung des iranischen Regimes ist notwendig
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