GdP vergleicht Hessens Überwachungspläne mit ICE-Behörde

19. Februar 2026
1 min Lesezeit

GdP vergleicht Hessens Überwachungspläne mit ICE-Behörde

Hessen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Polizei und Abschiebepolitik in Hessen

() – Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jochen Kopelke, hat scharfe Kritik an Plänen des hessischen Innenministers, Roman Poseck (CDU), zur Durchsetzung von Abschiebungen durch die Polizei geäußert.

„Geht es nach Minister Poseck, soll die Polizei nun Abschiebungen konsequent mit weitreichenden neuen Befugnissen umsetzen“, sagte Kopelke dem „Redaktionsnetzwerk “ (Freitagausgaben). „Weil Ausländerbehörden ihrer Pflicht und Aufgabe nicht nachkommen, soll die Polizei Ausreisepflichtige orten, observieren und festnehmen. Die Polizei soll also jetzt doch die perfide Menschenjagd der amerikanischen ICE-Behörde abgucken und auch so auftreten“, sagte Kopelke.

Das lehne die GdP ab.

Die Polizei sei zur Abwehr von Gefahren und zur Bekämpfung der Kriminalität da.

„Die Ausländerbehörden und das Bundesamt für Migration müssen die eigenen Vollzugsdefizite endlich auflösen und nicht die Polizei für Observationen und Handyortungen missbrauchen“, forderte Kopelke. Das halte von Verbrechensbekämpfung, Terrorabwehr und schneller Hilfeleistung ab.

Die Polizei müsse in die Lage versetzt werden, „die tausenden offenen Haftbefehle Krimineller zu vollstrecken, anstatt jetzt die Arbeit der Ausländerbehörden zu machen“, erklärte der GdP-Vorsitzende.

Innenminister Poseck hatte am Donnerstag in die hessischen Abschiebezahlen für den Monat Januar vorgestellt.

In dem Zusammenhang hatte der CDU-Politiker auch erklärt, sich bei der nächsten Innenministerkonferenz dafür einsetzen zu wollen, eine Rechtsgrundlage für Handyortungen und Observationen ausreisepflichtiger Ausländer durch die Polizei zu schaffen. Abschiebungen scheiterten demnach am häufigsten, weil die Personen nicht an ihrer Wohnanschrift angetroffen würden.

Deshalb solle es der Polizei möglich sein, „technische Möglichkeiten“ zur Ortung dieser Personen zu nutzen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gewerkschaft der Polizei (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Jochen Kopelke kritisiert Pläne von Innenminister Roman Poseck zur Durchsetzung von Abschiebungen durch die Polizei.
  • Die Gewerkschaft der Polizei lehnt es ab, dass die Polizei mit neuen Befugnissen zur Observation und Festnahme von Ausreisepflichtigen eingesetzt wird.
  • Poseck will eine Rechtsgrundlage für Handyortungen und Observationen ausreisepflichtiger Ausländer schaffen.

Warum ist das wichtig?

  • Kritik an der Übertragung von Aufgaben der Ausländerbehörden auf die Polizei
  • Forderung nach Stärkung der Polizeiarbeit in der Verbrechensbekämpfung
  • Ablehnung von Methoden, die an die Praxis der amerikanischen ICE-Behörde erinnern

Wer ist betroffen?

  • Polizei
  • Ausreisepflichtige
  • Ausländerbehörden

Zahlen/Fakten?

  • Innenminister Poseck plant neue Befugnisse für die Polizei zur Abschiebung.
  • Abschiebungen scheitern häufig, weil Betroffene nicht an ihrer Wohnanschrift sind.
  • GdP fordert, dass Ausländerbehörden ihre Vollzugsdefizite auflösen.

Wie geht’s weiter?

  • Die GdP lehnt die neuen Befugnisse der Polizei zur Durchsetzung von Abschiebungen ab.
  • Innenminister Poseck will rechtliche Grundlagen für Handyortungen und Observationen schaffen.
  • Forderung nach mehr Unterstützung für Ausländerbehörden, um Vollzugsdefizite zu beheben.
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