Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Sicherheitspolitik in Hamburg: Nationale Polizei-Reserve gefordert
Berlin () – Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert vor der am Mittwoch in Hamburg beginnenden Innenministerkonferenz den Aufbau einer nationalen Polizei-Reserve für den Ernstfall.
„Wenn in Deutschland morgen großflächig der Strom ausfällt, kritische Infrastruktur angegriffen wird oder mehrere Krisen gleichzeitig eintreten, dann haben wir schlicht nicht genug Polizistinnen und Polizisten, um überall gleichzeitig zu helfen“, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Sicherheit dürfe keine Frage des Zufalls sein, man brauche endlich belastbare Reserven.
Die GdP unterstütze die Pläne der Innenministerkonferenz zum Aufbau nationaler Reserven – etwa für Blackout-Szenarien oder kritische Infrastruktur, sagte Kopelke weiter. Wichtig sei aber: „Technische Reserven ohne Menschen schaffen keine Sicherheit. Generatoren, Notstrom und Ersatzteile helfen nur, wenn genügend Sicherheitskräfte da sind, die Ordnung sichern, Menschen schützen und Hilfe koordinieren.“
Die Polizei arbeite vielerorts bereits am Limit, während gleichzeitig neue Risiken entstünden: hybride Angriffe, Blackouts, Extremismus und organisierte Kriminalität. Gleichzeitig fehle es an einer starken nationalen Polizei-Reserve, die im Krisenfall schnell und koordiniert eingesetzt werden könne. „Zwar sind die Bereitschaftspolizeien der Länder und des Bundes eine flexible Einheit, aber ihre Stärke und Flexibilität ist mittlerweile stark eingeschränkt und die Kräfte sind keine Reserve, sondern schon Lückenbüßer der regionalen Polizeiprobleme“, so Kopelke.
Polizisten stünden im Ernstfall zwischen Chaos und Sicherheit. „Aber wir werden dieser Verantwortung nur gerecht, wenn der Staat uns vorbereitet, ausstattet und personell stärkt“, sagte Kopelke. Wer heute keine Reserven aufbaue, riskiere morgen, dass Hilfe zu spät komme.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Polizei (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Gewerkschaft der Polizei fordert nationale Polizei-Reserve für Krisensituationen.
- Mangelnde Polizeikräfte könnten bei großflächigen Notfällen wie Stromausfällen oder Angriffen auf kritische Infrastruktur zu Problemen führen.
- Bereitschaftspolizeien sind überlastet und können nicht als echte Reserven fungieren.
Warum ist das wichtig?
- Notwendigkeit einer nationalen Polizei-Reserve für Krisensituationen
- Sicherheit darf nicht vom Zufall abhängen, belastbare Reserven sind essentiell
- Vorhandene Polizeikräfte sind überlastet und nicht ausreichend für neue Risiken
Wer ist betroffen?
- Polizistinnen und Polizisten
- GdP (Gewerkschaft der Polizei)
- Innenministerkonferenz
Zahlen/Fakten?
- Forderung nach nationaler Polizei-Reserve
- GdP unterstützt Pläne der Innenministerkonferenz
- Polizei arbeitet bereits am Limit, neue Risiken entstehen
Wie geht’s weiter?
- Aufbau einer nationalen Polizei-Reserve fordern
- Unterstützung der Pläne der Innenministerkonferenz
- Vorbereitung und personelle Stärkung der Sicherheitskräfte notwendig
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