Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaftliche Debatte um Böllerverbot in Deutschland
Berlin () – Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jochen Kopelke, macht sich weiter für ein bundesweites Böllerverbot stark. „Alles, was über die normalen kleinen Knaller hinausgeht, führt zurzeit zu Problemen. Es braucht ein grundlegendes Böllerverbot. Das hätte direkt Effekte“, sagte er dem Nachrichtenportal T-Online. Anders sei die Situation in der Silvesternacht für die Polizei nicht zu bewältigen: „Bis 4 Uhr kommen wir gar nicht hinterher. Da haben wir für Momente rechtsfreie Räume, weil wir so schnell nicht überall sein können und die Masse an Anrufen und Einsätzen uns erschlägt.“
Zwar habe mehr Polizeipräsenz die Lage zuletzt beruhigt, „aber diese Rechnung ist endlich, denn uns gehen die Leute aus“, warnte der GdP-Chef. Man könne die Bevölkerung so nicht zu jedem Zeitpunkt beschützen. „Die Wahrheit ist: Das können wir gar nicht mehr gewährleisten. Insbesondere nicht in der Silvesternacht“, so Kopelke. In dieser Nacht arbeite man im Akkord. Der GdP-Chef sagte: „Wir können bestimmten Wünschen der Bevölkerung gar nicht gerecht werden, und dadurch entsteht bei vielen verständlicherweise auch ein Unsicherheitsgefühl.“
Kopelke kritisierte in dem Zusammenhang die Bundesregierung scharf. „Die Politik weiß sehr genau, wie dramatisch die Silvesternacht an einigen Stellen in Deutschland ist. Das Problem ist eher, dass sie stark auf Wählerstimmen schaut“, so Kopelke. Der Gewerkschaftschef warf Bundesinnenminister Alexander Dobrindt falsche Prioritätensetzung vor. „Dobrindt möchte das Sprengstoffgesetz nicht ändern, hat aber 15.000 deutsche Polizisten an der Grenze im Einsatz.“ Diese müssten laut Kopelke nun auch viele illegale Böller herausziehen – schließlich fehlten die Bundespolizisten beim Schutz der Städte und Bahnhöfe. „Jetzt muss sich Herr Dobrindt auch an der Silvesterbilanz messen lassen.“
Das Argument des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul, ein Böllerverbot sei nicht kontrollierbar, hält er indes für nicht zulässig: „Wenn Herr Reul so argumentiert, frage ich mich, warum wir zum Beispiel ein Cannabisgesetz haben.“ Auch viele weitere Gesetze dürfe es dann nicht geben. „Deswegen ist meine Empfehlung an Herrn Reul: Machen Sie mal eine Nacht an einem Brennpunkt mit, an dem wir keine wirkliche Rechtskontrolle haben.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Feuerwerksverkauf am 29.12.2025 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Jochen Kopelke fordert ein bundesweites Böllerverbot für Silvester.
- Die Polizei hat Schwierigkeiten, in der Silvesternacht ausreichend zu reagieren.
- Kopelke kritisiert die Bundesregierung wegen fehlender Prioritäten im Sprengstoffgesetz.
Warum ist das wichtig?
- Böllerverbot könnte zu weniger Problemen in Silvesternacht führen.
- Aktuelle Polizeipräsenz reicht nicht aus, um Sicherheit zu gewährleisten.
- Politische Prioritäten behindern notwendige gesetzliche Änderungen.
Wer ist betroffen?
- Bevölkerung
- Polizei
- Bundesregierung
Zahlen/Fakten?
- Bundesweiter Böllerverbot gefordert
- Einsatz von 15.000 Polizisten an der Grenze
- Unsicherheitsgefühl in der Silvesternacht
Wie geht’s weiter?
- GdP-Vorsitzender fordert bundesweites Böllerverbot
- Kritisiert die Bundesregierung und das Vorgehen bei Böllern
- Mahnt zu mehr Sicherheit in der Silvesternacht
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