Baden-Württemberg - Was ist passiert – was dahinter steckt
Biogasbranche: Gipfel in Ulm
Ulm () – Die baden-württembergische und die bayerische Landesregierung laden für den 4. Mai zum Süddeutschen Biogasgipfel nach Ulm ein. Das teilte das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) am Freitag mit.
Ziel des Gipfels sei es, die Zukunft der Biogasbranche zu sichern und die Bundesregierung zu einem klaren politischen Rahmen aufzufordern.
An dem Gipfel nehmen Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und ihr baden-württembergischer Kollege Peter Hauk teil. Gemeinsam mit Vertretern aus Verbänden, Forschung und Betreibern wollen sie Lösungen für die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Branche erarbeiten.
Im Süden Deutschlands stehen demnach über 3.700 Biogasanlagen, die fast 40 Prozent des bundesweiten Biogasaufkommens produzieren.
Die Branche steht nach Angaben des Ministeriums vor einer zentralen Herausforderung: Für mehr als ein Drittel der Anlagen läuft der 20-jährige Vergütungszeitraum nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus. Ohne Anschlussperspektiven drohe ein beispielloser Rückbau mit Folgen für die Energieversorgung und den ländlichen Raum.
Die Minister wollen eine gemeinsame „Ulmer Erklärung“ verabschieden, in der sie die Bundesregierung auffordern, die Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit der Anlagen zu verbessern. Die Veranstaltung beginnt um 15.00 Uhr im Stadthaus Ulm, eine Pressekonferenz ist für etwa 16.00 Uhr geplant.
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