Ex-SPD-Abgeordneter warnt seine Partei vor Geschlossenheits-Mantra

12. März 2026
1 min Lesezeit

Ex-SPD-Abgeordneter warnt seine Partei vor Geschlossenheits-Mantra

Baden-Württemberg - Was ist passiert – was dahinter steckt

SPD-Politik in Baden-Württemberg unter Druck

() – Nach dem Absturz der SPD bei der Wahl in rechnet der SPD-Politiker Robin Mesarosch hart mit seiner Partei ab. „Das Mantra `Wir müssen jetzt geschlossen sein` wird seit Jahren missbraucht, um Kritik abzuwürgen“, sagte der frühere Bundestagsabgeordnete dem „Tagesspiegel“ (Freitagausgabe).

Andere Vorschläge würden ständig abgewimmelt mit der Behauptung, diese würden spalten.

„Am Ende sind diejenigen, die so demonstrativ nach Geschlossenheit und Diskretion rufen, dieselben, die sich unser Schweigen zunutze machen und unter der Hand Personaldeals einfädeln“, sagte der SPD-Politiker. Zentrale Entscheidungen träfe meist ein kleiner Kreis.

Besonders kritisch fällt Mesaroschs Urteil über die Führung des Landesverbands aus.

Die Sitzung am Montag nach der Wahl sei „fast schlimmer als das Wahlergebnis“ gewesen. Den Griff des zurückgetretenen Generalsekretärs Sascha Binder nach dem Fraktionsvorsitz hält er für ein fatales Signal.

„Es zeigt, dass einige doch überhaupt nicht verstanden haben, was gerade los ist.“ Die Personalentscheidung verstärke eine „schädliche Machtkonzentration“ und verhindere das Nachrücken neuer Kräfte.

Mesarosch beklagt zudem eine systematische Ausgrenzung der Mitglieder.

„Das passiert oft ganz subtil.“ Wer vor Ort gute Arbeit leiste, habe auf Landesebene schlechtere Chancen, weil lokale Politik Zeit koste.

Den Kurs würden oft nur wenige bestimmen, die seit Jahren in denselben Gremien sitzen und andere draußen halten würden. „Dadurch entsteht ein System, das neue Talente systematisch aussortiert“, sagte er.

Die innerparteiliche Demokratie funktioniere nicht mehr richtig.

Seiner Partei attestierte er zudem Strategie- und Planlosigkeit. „Die SPD hat keine Strategie“, sagte Mesarosch.

Zu häufig bleibe es bei Feststellungen oder Ankündigungen. „Von außen stellt man sich vor, Politik sei hochprofessionell organisiert. Ist sie aber überhaupt nicht“, sagte der ehemalige Bundestagsabgeordnete.

Die SPD probiere nichts aus, lerne aus nichts und setzte nichts durch.

In Teilen Baden-Württembergs funktioniere die SPD heute schon nicht mehr. „Wenn sich die Abwärtsspirale noch weiterdreht, ist bald nichts mehr übrig“, sagte Mesarosch.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Robin Mesarosch (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Robin Mesarosch kritisiert die SPD nach der Wahl in Baden-Württemberg.
  • Er bemängelt fehlende Strategie und innere Demokratie sowie Machtkonzentration.
  • Sitzung nach der Wahl war für Mesarosch schlimmer als das Wahlergebnis.

Warum ist das wichtig?

  • Kritik an der innerparteilichen Geschlossenheit fördert Diskussion und Reformen
  • Machtkonzentration und Ausgrenzung neuer Talente gefährden die Zukunft der Partei
  • Fehlende Strategie führt zu weiterer Marginalisierung der SPD

Wer ist betroffen?

  • Mitglieder der SPD
  • Führung des Landesverbands
  • Wähler in Baden-Württemberg

Zahlen/Fakten?

  • Mesarosch kritisiert, dass die Sitzung nach der Wahl "fast schlimmer als das Wahlergebnis" war.
  • Er bezeichnet die Personalentscheidung des zurückgetretenen Generalsekretärs als fatales Signal.
  • Mesarosch sagt, die SPD hat keine Strategie und funktioniert nicht mehr richtig.

Wie geht’s weiter?

  • Kritik an der innerparteilichen Führung und der Ausgrenzung von Mitgliedern äußern
  • Strategien für die Zukunft entwickeln und neue Talente fördern
  • Die Abwärtsspirale der SPD eindämmen, um zukünftige Wahlergebnisse zu verbessern
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