Ökonom Felbermayr sieht "deutliche Bremsspuren" im Handel mit USA

24. Dezember 2025
1 min Lesezeit

Ökonom Felbermayr sieht "deutliche Bremsspuren" im Handel mit USA

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Unsicherheit durch Trump-Politik in Wien

Wien () – Nach Einschätzung des Direktors des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung Wifo, Gabriel Felbermayr, ist die handelspolitische Unsicherheit in der Welt mit US-Präsident Donald Trump größer denn je geworden. Für das nächste Jahr erwarte er eine Stagnation oder das Schrumpfen des Welthandels, sagte Felbermayr der Mediengruppe .

Trump habe die Welt der Außenhändler verändert. „Er hat die handelspolitische Unsicherheit auf nie gesehene Rekordhöhen getrieben.“ Zwar habe sich manches, was angekündigt worden sei, in der Umsetzung als weniger fürchterlich erwiesen, aber die USA hätten sich aus dem regelbasierten Welthandelssystem zurückgezogen. „Und sie treiben mit ihrer Politik auch andere Länder in den Protektionismus, etwa, weil die befürchteten Handelsumlenkungen auch andere Länder in hohe Schutzzölle treiben“, so Felbermayr.

Von einem allgemeinen Bremseffekt der Trump-Politik auf den Welthandel will Felbermayr noch nicht sprechen. Obwohl sich der reale Welthandel 2025 gut entwickelt habe, seien aber „jetzt schon deutlich die Bremsspuren im Handel mit den USA“ zu sehen. Die deutschen Exporte im Oktober 2025 hätten um mehr als acht Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen. Auch die US-Importe aus seien stark gefallen. Doch China habe es bisher geschafft, die Handelsströme auf andere Märkte umzulenken, was den Welthandel stabilisiert habe. „Im nächsten Jahr wird aber im Welthandel eine Stagnation oder leichte Schrumpfung erwartet“, prognostizierte der Wifo-Chef.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Industrieanlagen (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Gabriel Felbermayr von Wifo warnt vor steigender handelspolitischer Unsicherheit durch Donald Trump.
  • Erwartung von Stagnation oder Schrumpfung des Welthandels im nächsten Jahr.
  • Deutsche Exporte und US-Importe aus China sind stark gefallen, trotz Umleitung der Handelsströme.

Warum ist das wichtig?

  • Handelspolitische Unsicherheit hat zugenommen, was die wirtschaftliche Stabilität gefährdet.
  • Rückzug der USA aus dem regelbasierten Welthandelssystem könnte zu Protektionismus führen.
  • Prognose für den Welthandel zeigt Stagnation oder Schrumpfung im nächsten Jahr.

Wer ist betroffen?

  • Außenhändler
  • Länder, die in den Protektionismus getrieben werden
  • Exporteure aus Deutschland und China

Zahlen/Fakten?

  • Stagnation oder Schrumpfen des Welthandels im nächsten Jahr erwartet
  • Deutsche Exporte im Oktober 2025 mehr als 8 % unter dem Vorjahreswert
  • US-Importe aus China stark gefallen

Wie geht’s weiter?

  • Stagnation oder Schrumpfung des Welthandels im nächsten Jahr erwartet
  • Auswirkungen der US-Politik auf den internationalen Handel intensiver
  • Weiterhin hohe handelspolitische Unsicherheit und Protektionismus in anderen Ländern
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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