Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Rheinmetall und Marktveränderungen in Düsseldorf
Düsseldorf () – Kartellexperten sehen die wachsende Marktmacht von Rheinmetall in vielen Rüstungsbereichen mit zunehmender Sorge.
„Die `Zeitenwende` bringt gerade einzelne Akteure in eine entscheidende Funktion, die sich noch über Jahre auszahlen kann. Das kann künftig zu starken Abhängigkeiten führen“, sagte Rupprecht Podszun, Jura-Professor an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Mitglied der Monopolkommission, dem Wirtschaftsmagazin Capital.
Rheinmetall habe das Potenzial, sich zu einer Art Google der Rüstungswirtschaft zu entwickeln, fügte Podszun hinzu. Schon jetzt könne der Konzern seine Marktposition ausspielen, warnte Podszun: „Man kann Unternehmen, von denen man derart abhängig ist, nicht mehr ganz so einfach regulieren.“
Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine 2022 wächst das größte deutsche Rüstungsunternehmen rasant. Unter Konzernchef Armin Papperger verdoppelte Rheinmetall seinen Umsatz auf 9,9 Milliarden Euro im Jahr 2025. Dabei expandierte das Unternehmen, das lange vor allem für Panzer und andere Landsysteme bekannt war, auch in andere Rüstungsbereiche. Anfang 2026 übernahm es die Bremer Marinewerft NVL, zudem stieg es in den Bau von Drohnen und Satelliten ein.
Schon heute gibt es für die Bundeswehr in einigen Bereichen keine wirklichen Alternativen zu Rheinmetall. Insbesondere bei Artilleriemunition verfügt der Dax-Konzern in Deutschland über eine marktdominierende Stellung. Vor allem bei der sogenannten „tempierbaren“ Munition, die in der Luft explodiert und nicht erst beim Aufprall, sei Rheinmetall so teuer wie marktdominant, heißt es laut Capital in der Rüstungsindustrie.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Rheinmetall (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Experten sehen wachsende Marktmacht von Rheinmetall mit Sorge.
- Rheinmetall verdoppelte seinen Umsatz auf 9,9 Milliarden Euro bis 2025 und expandierte in neue Rüstungsbereiche.
- Der Dax-Konzern hat in bestimmten Bereichen, wie Artilleriemunition, eine marktdominierende Stellung.
Warum ist das wichtig?
- Zunehmende Marktmacht von Rheinmetall könnte zu starken Abhängigkeiten führen.
- Rheinmetall könnte sich zu einem zentralen Akteur in der Rüstungswirtschaft entwickeln, was Regulierungen erschwert.
- Für die Bundeswehr gibt es in einigen Bereichen kaum Alternativen zu Rheinmetall.
Wer ist betroffen?
- Unternehmen in der Rüstungsindustrie
- Bundeswehr
- Akteure der Rüstungswirtschaft
Zahlen/Fakten?
- Umsatz von Rheinmetall soll auf 9,9 Milliarden Euro im Jahr 2025 steigen
- Übernahme der Bremer Marinewerft NVL Anfang 2026
- Marktdominanz bei Artilleriemunition in Deutschland
Wie geht’s weiter?
- Rheinmetall könnte zur dominierenden Kraft in der Rüstungswirtschaft werden.
- Zunehmende Abhängigkeit mehrerer Unternehmen von Rheinmetall.
- Starke Marktposition führt zu regulatorischen Herausforderungen.
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