Arbeitspflicht: Reichinnek weist Vorschlag von Schulze zurück

16. Januar 2026
1 min Lesezeit

Arbeitspflicht: Reichinnek weist Vorschlag von Schulze zurück

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Sozialpolitik in Sachsen-Anhalt im Fokus

() – Die Fraktionschefin der Linken im Bundestag, Heidi Reichinnek, kritisiert den Vorschlag des designierten Ministerpräsidenten von -Anhalt, Sven Schulze (CDU), Leistungsempfänger zu einem sozialen Dienst zu verpflichten.

Der Vorstoß sei „ein weiterer Tiefpunkt in der Debatte um die neue Grundsicherung“, sagte Reichinnek dem „Tagesspiegel“. Sie wirft dem CDU-Politiker vor, an eine Politik anzuknüpfen, die schon unter Amtsinhaber Reiner Haseloff (CDU) zu spalten gedroht habe.

Die Linken-Politikerin warnt, dass Zwangsdienste reguläre Arbeitsplätze verdrängen würden, etwa in der Straßenreinigung, der Grünflächenpflege oder im sozialen Bereich. „Es gibt danach nicht weniger, sondern noch mehr Arbeitslose“, sagte Reichinnek.

Auch arbeitsmarktpolitisch seien Sanktionen der falsche Weg: „Mehr Zwang führt nicht zu einer dauerhaften Rückkehr in den regulären Arbeitsmarkt.“ Stattdessen würden Menschen in „schlecht bezahlte Jobs mit schlechten Bedingungen gedrängt, die sie genauso schnell wieder aufgeben müssen“. Reichinnek wirft Schulze vor, zentrale Probleme auszublenden. „Er weiß ganz genau, dass es längst nicht genug offene Stellen gibt.“

Anstatt Sündenböcke zu markieren, brauche es eine aktive Wirtschaftspolitik, Zukunftsinvestitionen und bessere Weiterbildungsangebote für Arbeitssuchende. „Niemand hat auch nur einen Cent mehr, wenn es den Ärmsten noch schlechter geht“, sagte sie. Die Regierung müsse „das Leben für die Mehrheit endlich bezahlbar machen“, fordert die Linken-Politikerin.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Heidi Reichinnek am 13.01.2026

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Heidi Reichinnek kritisiert den Vorschlag von Sven Schulze, Leistungsempfänger zu sozialen Diensten zu verpflichten.
  • Sie warnt, dass Zwangsdienste reguläre Arbeitsplätze verdrängen und die Arbeitslosigkeit erhöhen könnten.
  • Reichinnek fordert stattdessen aktive Wirtschaftspolitik und bessere Weiterbildungsangebote.

Warum ist das wichtig?

  • Warnung vor der Verdrängung regulärer Arbeitsplätze durch Zwangsdienste
  • Kritik an der Ineffektivität von Sanktionen für die Rückkehr in den Arbeitsmarkt
  • Forderung nach aktiver Wirtschaftspolitik und besseren Weiterbildungsmöglichkeiten

Wer ist betroffen?

  • Leistungsempfänger
  • Arbeitslose
  • Menschen in schlecht bezahlten Jobs

Zahlen/Fakten?

  • Leistungsempfänger sollen zu sozialen Diensten verpflichtet werden
  • Zwangsdienste könnten reguläre Arbeitsplätze verdrängen
  • Es gibt nicht weniger, sondern mehr Arbeitslose durch solche Maßnahmen

Wie geht’s weiter?

  • Kritik an Zwangsdiensten für Leistungsempfänger
  • Forderung nach aktiver Wirtschaftspolitik und besseren Weiterbildungsangeboten
  • Regierung soll Lebenshaltungskosten für die Mehrheit senken
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