News - Was ist passiert – was dahinter steckt
Außenpolitik: Deutschlands Strategie zum Iran-Konflikt
Berlin () – Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat am Rande des Nato-Gipfels in Ankara auf die Angriffe der USA auf den Iran in der vergangenen Nacht reagiert. Bei Phoenix sagte Wadephul, die Militärschläge seien eine „Antwort der USA auf Angriffe des Iran“.
„Es muss dem Iran schon klar gemacht werden, dass seine Angriffe, und die waren ja der Anfang der jüngeren Auseinandersetzungen, die wir jetzt sehen, nicht zulässig sind“, so Wadephul. Es müsse nun „ein für alle Mal“ geklärt werden: „Das ist eine internationale Seefahrtsstraße, die darf der Iran weder verminen, noch darf er Schiffe beschießen, noch darf er Gebühren oder Zölle einziehen. Und diese Frage muss im Iran jetzt verstanden werden“, sagte Wadephul.
„Das Ziel muss sein: Die Straße von Hormus muss frei werden. Der Iran muss auf eine nukleare Bewaffnung verzichten. Er muss auf ein schädliches Verhalten in seiner Nachbarschaft verzichten.“ Er hoffe, so der deutsche Außenminister, dies könne auf dem Verhandlungswege geklärt werden, statt mit militärischen Mitteln. „Insofern hoffen wir auf eine Deeskalation der ganzen Situation. Aber der jetzige Zustand ist nicht dauerhaft hinnehmbar“, so Wadephul.
Zum geplanten Abzug von US-Truppen und Militärfähigkeiten aus Europa erklärte Wadephul: „Im Zweifel stellen sie es zur Verfügung, weil die Nato besteht, weil Artikel 5, der Beistandspakt, besteht. Wir stehen zueinander. Was benötigt wird, ist im Zweifel da, das ist gar keine Frage.“ Noch sei nicht klar, was genau an der aktuellen Stationierung geändert werde, klar sei aber, so Wadephul: „Wir müssen mehr machen. Wir müssen Dinge auch selber übernehmen, die wir früher ausgelagert hatten an die USA. Das geht nicht mehr.“ Deutschland nehme sein Schicksal damit selbst in die Hand.
Rückblickend habe man in den vergangenen Jahren wahrscheinlich zu wenig Geld für Verteidigung ausgegeben. „Jetzt geben wir mehr aus, das machen wir im eigenen Interesse und nicht deswegen, um irgendjemand anderem zu gefallen. Und ich glaube, das ist die richtige, die notwendige Politik“, so Wadephul. Die Partner würden dabei anerkennen, dass Deutschland eine Führungsrolle übernehme. „Deutschland ist dazu in der Lage, das zu tun. Wir machen das als Teamspiel mit anderen Europäern zusammen. Und die freuen sich, dass wir vorangehen“, sagte der Außenminister.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Johann Wadephul (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundesaußenminister Johann Wadephul reagiert auf US-Angriffe auf den Iran.
- Wadephul fordert, dass der Iran auf nukleare Bewaffnung und schädliches Verhalten verzichtet.
- Er betont die Notwendigkeit, mehr Verantwortung in der Verteidigung zu übernehmen.
Warum ist das wichtig?
- Verteidigung von internationalen Seefahrtswegen notwendig
- Notwendigkeit der Deeskalation und Verhandlung mit dem Iran
- Deutschland übernimmt Verantwortung in der Verteidigungspolitik
Wer ist betroffen?
- Iran
- USA
- Deutschland
Zahlen/Fakten?
- Militärschläge der USA als Antwort auf iranische Angriffe
- Ziel: Straße von Hormus muss frei werden, Iran soll auf nukleare Bewaffnung verzichten
- Deutschland plant, mehr in Verteidigung zu investieren
Wie geht’s weiter?
- Iran muss auf nukleare Bewaffnung verzichten und schädliches Verhalten einstellen
- Hoffnung auf Deeskalation und Klärung durch Verhandlungen
- Deutschland übernimmt mehr Verantwortung in der Verteidigungspolitik
- Bamberg schafft Ganztagsplätze für Grundschüler - 8. Juli 2026
- NRW startet Voraussetzungen für Pflegefachassistenzausbildung - 8. Juli 2026
- 14 Millionen Euro für Moorforschung in Greifswald - 8. Juli 2026
