Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe in Berlin
Berlin () – Die Welthungerhilfe warnt vor weiteren Kürzungen bei humanitären Hilfen und in der Entwicklungspolitik.
Dass die Bundesregierung ausgerechnet die Budgets für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe kürze, sei mehr als problematisch, sagte der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Mathias Mogge, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Dieser Sparkurs stehe bei gleichzeitig steigenden Rüstungsausgaben in einem klaren Widerspruch zu dem international vereinbarten Ziel, den Hunger bis 2030 zu beenden. Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe seien „keine Randthemen der Außen- und Sicherheitspolitik, sondern zentrale Investitionen in globale Stabilität und Sicherheit – und müssen entsprechend finanziell priorisiert werden“.
Laut der Welthungerhilfe gehören Kriege und Konflikte zu den wichtigsten Hungertreibern weltweit. Allein 2024 lösten sie demnach 20 Ernährungskrisen aus, von denen fast 140 Millionen Menschen betroffen waren. „Durch die aktuellen Kriege im Nahen und Mittleren Osten ist zu befürchten, dass sich diese Zahlen in Zukunft vervielfachen“, warnte Mogge.
Das Volumen der zwischen Staaten gehandelten schweren Kriegswaffen ist im Fünfjahreszyklus 2021 bis 2025 deutlich um 9,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 bis 2020 gestiegen und so hoch wie seit den 1980er-Jahren nicht mehr, wie aus Daten hervorgeht, die das Stockholmer Internationale Friedensforschungsinstitut (Sipri) nun veröffentlicht hat. Dabei haben die europäischen Staaten ihre Einfuhren von Panzern, Artillerie, Kampfflugzeugen, Raketen etc. mehr als verdreifacht. Demnach überholte Deutschland China knapp und wurde mit einem Anteil von 5,7 Prozent zum viertgrößten Waffenexporteur.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Mathias Mogge (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Welthungerhilfe warnt vor Kürzungen bei humanitären Hilfen und Entwicklungszusammenarbeit
- Diese Kürzungen stehen im Widerspruch zu internationalen Zielen, Hunger bis 2030 zu beenden
- Krieg und Konflikte verschärfen Hungerkrisen weltweit, betroffen 140 Millionen Menschen
Warum ist das wichtig?
- Kürzungen bei humanitären Hilfen gefährden Fortschritte im Kampf gegen Hunger.
- Steigende Rüstungsausgaben stehen im Widerspruch zu globalen Zielen für Stabilität.
- Kriege und Konflikte sind zentrale Faktoren für weltweite Ernährungskrisen.
Wer ist betroffen?
- 140 Millionen Menschen weltweit betroffen von Ernährungskrisen
- Menschen in Kriegs- und Konfliktregionen im Nahen und Mittleren Osten
- Krisenverursachte Hungertreiber
Zahlen/Fakten?
- 20 Ernährungskrisen im Jahr 2024, fast 140 Millionen Menschen betroffen
- Anstieg des Volumens der zwischen Staaten gehandelten schweren Kriegswaffen um 9,2 Prozent im Fünfjahreszyklus 2021 bis 2025
- Deutschland wird viertgrößter Waffenexporteur mit 5,7 Prozent Anteil
Wie geht’s weiter?
- Warnung vor weiteren Kürzungen bei humanitären Hilfen
- Forderung nach finanzieller Priorisierung von Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe
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