Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaftskritik an der Berliner Koalition
Berlin () – Die Stiftung Familienunternehmen und Politik hat die Bundesregierung zum einjährigen Bestehen der schwarz-roten Koalition scharf kritisiert. Vorstand Rainer Kirchdörfer warnte, die deutsche Wirtschaft blute langsam und eher geräuschlos aus. Das bedrohe schon jetzt das gesamte Geschäftsmodell als eine der führenden Exportnationen der Welt, sagte er dem „Focus“.
Die Stiftung vertritt mehr als 600 mittlere und große Familienunternehmen. „Unsere Familienunternehmen haben an diese Koalition sehr große Erwartungen gestellt, die bislang nicht erfüllt wurden. Das kann man nicht anders sagen“, so Kirchdörfer. Zugleich warnte er, die USA zerstörten jede Planbarkeit eines regelbasierten Welthandels. Und die europäische Führung kriege nicht einmal den selbst gemachten Bürokratie-Wahnsinn in den Griff. Die Politik der nationalen Regierung nehme er bislang nicht als Hilfe wahr.
Die deutsche Situation sei doppelt tragisch: Die Familienunternehmen wollten in Deutschland investieren und stünden zum Standort. Zugleich machten sie ihre Gewinne mittlerweile im Ausland, weil in Deutschland oft kaum mehr etwas gehe. Dass sie ihre Investitionen ins Ausland verschöben, werde ihnen dann vorgeworfen, so Kirchdörfer.
Scheitern sei für die jetzige Regierung keine Option mehr. Weniger Hoffnung habe er schon beim Bürokratieabbau. Und keinerlei positive Zeichen sehe er bei Bemühungen, dass der Staat endlich seine Ausgaben reduziere, statt „immer nur über neue Einnahmen via Steuern“ nachzudenken. „Unsere beiden wichtigsten Ressourcen sind die Familienunternehmen und die jungen Köpfe, die das Morgen gestalten sollten“, sagte der Stiftungsvorsitzende. „Der Nachwuchs wie die Wirtschaft brauchen vernünftige Rahmenbedingungen. Mehr ist es eigentlich nicht.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Rainer Kirchdörfer (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Stiftung Familienunternehmen kritisiert Bundesregierung zum einjährigen Bestehen der Koalition.
- Deutsche Wirtschaft blute aus; Familienunternehmen verschieben Investitionen ins Ausland.
- Mangel an positiven Zeichen für Bürokratieabbau und Staatsausgabenreduzierung.
Warum ist das wichtig?
- Bedrohung der deutschen Wirtschaft als führende Exportnation
- Unzufriedenheit der Familienunternehmen mit der politischen Situation
- Notwendigkeit vernünftiger Rahmenbedingungen für Investitionen und Nachwuchs
Wer ist betroffen?
- Familienunternehmen
- deutsche Wirtschaft
- junge Köpfe
Zahlen/Fakten?
- Mehr als 600 mittlere und große Familienunternehmen vertreten
- Erwartung der Familienunternehmen an die Koalition bisher nicht erfüllt
- Deutsche Wirtschaft blutet langsam und geräuschlos aus
Wie geht’s weiter?
- Dringend notwendige politische Maßnahmen zur Unterstützung der Familienunternehmen
- Deutlichere Schritte zur Reduktion von Bürokratie und staatlichen Ausgaben
- Schaffung von planbaren Rahmenbedingungen für Investitionen in Deutschland
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