Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Verkehrspolitik in Deutschland nach EuGH-Urteil
Berlin () – Das Verkehrsministerium will das EuGH-Urteil zur Trassenpreisbremse prüfen. „Zunächst einmal schafft dieses Urteil aus Sicht des Ministeriums Rechtssicherheit“, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag der .
Bei den internen Prüfungen für eine Reform des Trassenpreissystems werde es in die Überlegungen einbezogen. „Wir müssen noch das Urteil des Verwaltungsgerichts Köln abwarten“, so der Sprecher. Die Trassenpreisreform werde geprüft und demnächst vorgestellt.
Die Bundesnetzagentur sei im Übrigen in ihrer Regulierungszuständigkeit unabhängig und unterliege keiner Fachaufsicht des Bundesministeriums für Verkehr. „Noch ist unklar, wie sich dieses Urteil auf die Trassenpreise auswirken wird. Es wird also noch einer gutachterlichen Ermittlung der Markttragfähigkeit des Schienenpersonennahverkehrs bedürfen, die von der Bundesnetzagentur im Zuge dessen erstellt wird“, sagte der Sprecher auf dts-Anfrage.
Der Europäische Gerichtshof hatte am Donnerstag festgestellt, dass die deutsche Regelung zum Preisdeckel für die Schienennutzung im Nahverkehr gegen EU-Recht verstoße. Die Luxemburger Richter teilten mit, dass die Infrastrukturbetreiber über einen gewissen Spielraum bei der Berechnung der Entgelte verfügen müssten, um ihre Geschäftsführung unabhängig ausüben zu können. Die deutsche Regelung lasse den Betreibern jedoch keinen ausreichenden Spielraum. Diese Einschränkung widerspreche dem Ziel, den Eisenbahnverkehr leistungsfähig und wettbewerbsfähig zu gestalten.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Verkehrsministerium prüft EuGH-Urteil zur Trassenpreisbremse
- Urteil stellt Rechtssicherheit her, Reform des Trassenpreissystems wird vorbereitet
- EuGH festgestellt, dass deutsche Regelung gegen EU-Recht verstößt, da Betreiber zu wenig Spielraum haben
Warum ist das wichtig?
- Schafft Rechtssicherheit für das Verkehrsministerium
- Notwendigkeit der Prüfung für die Trassenpreisreform
- Einfluss auf die Markttragfähigkeit des Schienenpersonennahverkehrs
Wer ist betroffen?
- Bundesverkehrsministerium
- Bundesnetzagentur
- Infrastrukturbetreiber
Zahlen/Fakten?
- EuGH-Urteil zur Trassenpreisbremse wurde veröffentlicht
- Prüfung der Trassenpreisreform steht bevor
- Unklar, wie sich Urteil auf Trassenpreise auswirken wird
Wie geht’s weiter?
- Prüfung des EuGH-Urteils zur Trassenpreisbremse
- Abwarten des Urteils des Verwaltungsgerichts Köln
- Vorstellung der Trassenpreisreform nach internen Prüfungen
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