Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Klimapolitik in Berlin: CO2-Preis und Kritik
Berlin () – Die Linke hat den Beschluss der schwarz-roten Regierungsparteien, den CO2-Preis 2027 stabil zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne CO2 zu halten und dadurch die Einnahmen für Klimaschutzmaßnahmen aus dem Fonds KTF zu senken, scharf kritisiert.
Dass die Regierung nun den CO2-Preis stabil halten wolle, dürfe vor allem für Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) überraschend sein, der im Haushalt mit einem steigenden CO2-Preis gerechnet habe, sagte der klimapolitische Sprecher der Linken im Bundestag, Fabian Fahl, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Ihn überrasche das allerdings nicht besonders, da die Regierung in der Klimapolitik überall Rückschritte mache, sei es durch den Ausbau von Gaskraftwerken, fossile Subventionen oder das Ausbremsen der Erneuerbaren.
Der CO2-Preis funktioniere nur im Zusammenhang mit dem unlängst in Aussicht gestellten Klimageld, sagte Fahl weiter. Die Haushalte würden finanziell belastet, daher müsse das Geld an sie zurückfließen, nicht zuletzt weil der CO2-Preis sonst seine Lenkungswirkung verfehle. Wer zur Miete wohne, könne sich die Heizung nicht aussuchen, müsse also die Mehrkosten zahlen.
Der Antrag der Linken auf ein Klimageld in Höhe von 320 Euro pro Person sei allerdings von der Regierung abgelehnt worden, kritisierte Fahl. „Das würde die Bürger gemeinsam mit dem von uns geforderten Energiekrisengeld in Höhe von zusätzlich 150 Euro erheblich entlasten.“ Dafür sei angeblich kein Geld vorhanden – aber für den Tankrabatt, der zu großen Teilen an fossile Konzerne fließe und eben nicht vollständig bei den Menschen ankomme. „Klimaschutz und die finanziellen Sorgen der Menschen sind der Regierung offenbar weiterhin egal, das hat auch das Koalitionstreffen gestern gezeigt.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Fabian Fahl (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Die Linke kritisiert den Beschluss, den CO2-Preis bis 2027 stabil zwischen 55 und 65 Euro zu halten.
- Der Antrag der Linken auf ein Klimageld von 320 Euro pro Person wurde abgelehnt.
- Die Regierung wird beschuldigt, in der Klimapolitik Rückschritte zu machen und finanzielle Sorgen der Bürger zu ignorieren.
Warum ist das wichtig?
- Stabiler CO2-Preis beeinflusst Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen.
- Belastung für Haushalte erfordert Rückfluss des Geldes, um Lenkungswirkung zu gewährleisten.
- Ablehnung des Klimageldes zeigt mangelnde Unterstützung für finanzielle Entlastung der Bürger.
Wer ist betroffen?
- Haushalte
- Mieter
- Bürger
Zahlen/Fakten?
- CO2-Preis soll 2027 zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne CO2 stabil bleiben
- Antrag auf Klimageld in Höhe von 320 Euro pro Person wurde abgelehnt
- Gefordertes Energiekrisengeld von 150 Euro würde Bürger erheblich entlasten
Wie geht’s weiter?
- Linke fordert Rückfluss des CO2-Einnahmen an Haushalte
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