Gasversorgung trotz Winterwetter stabil – Verbrauch leicht höher

11. Januar 2026
1 min Lesezeit

Gasversorgung trotz Winterwetter stabil – Verbrauch leicht höher

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Gasversorgung in Deutschland gesichert

Berlin () – Trotz der zuletzt kalten Witterung sieht die Bundesnetzagentur die Gasversorgung in als gesichert an. „Die winterlichen Witterungsverhältnisse bereiten uns bei der Gasversorgung keine Sorgen“, sagte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben).

„Die Gasversorgung in Deutschland ist stabil und die Versorgungssicherheit ist aktuell gewährleistet.“ Aktuell sind die deutschen Gasspeicher laut Bundesnetzagentur zu 50,5 Prozent gefüllt. Der Füllstand zu Beginn des neuen Jahres liege damit zwar deutlich unter dem Niveau des Vorjahres, bewegt sich aber aus Sicht der Behörde vor dem Hintergrund der veränderten Markt- und Flusssituation in einem angemessenen Rahmen.

Laut Bundesnetzagentur wurden 2025 insgesamt 864 Terrawattstunden (TWh) Gas verbraucht, knapp 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr (845 TWh). Rund 40 Prozent des Verbrauchs entfielen auf Haushalte und Gewerbe, 60 Prozent auf die Industrie. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2018 bis 2021 wurde in Deutschland knapp 13,5 Prozent weniger Gas verbraucht.

Einfluss auf den Gasverbrauch haben auch die Temperaturen. Mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 10,0 Grad habe 2025 aber insgesamt auf dem Niveau der Vergleichsjahre 2018 bis 2021 gelegen. Nach vorläufigen Zahlen der Bundesnetzagentur betrugen die deutschen Gasimporte 1.031 TWh, 2024 waren es 864 TWh. Wichtigster Lieferant blieb mit einem Anteil von 44 Prozent, gefolgt von den Niederlanden (24 Prozent) und Belgien (21 Prozent).

Über die deutschen LNG-Terminals in , Brunsbüttel, Lubmin und Mukran wurden 106 TWh Erdgas importiert, was etwa zehn Prozent der gesamten Gasimporte ausmacht. „Wir haben mit den LNG-Terminals zusätzliche Importmöglichkeiten“, sagte Müller. „Da zahlen sich die Anstrengungen der letzten Jahre aus.“

Exportiert wurden 221 TWh Gas, ein deutlicher Anstieg gegenüber den 89 TWh im Vorjahr. Wichtigste Abnehmer waren 2025 (46 Prozent), Tschechien (26 Prozent) und die (13 Prozent). Nach der Gasspeicherfüllstandsverordnung sollten die Anlagen am 1. November zu 80 Prozent gefüllt sein, einzelne Speicher in Bad Lauchstädt, Frankenthal, Hähnlein, Rehden, Stockstadt und Uelsen zu 45 Prozent. In der Gesamtbetrachtung ergab sich damit ein Füllstand von 70 Prozent. Dies sei auch nach europäischen Vorgaben ausreichend. Diese Zielvorgabe wurde laut Bundesnetzagentur über alle deutschen Speicher erfüllt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gasspeicher (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundesnetzagentur sieht Gasversorgung in Deutschland als gesichert an.
  • Deutsche Gasspeicher sind zu 50,5 Prozent gefüllt, stabiler Füllstand im Vergleich zu Vorjahresniveaus.
  • Gasimporte aus Norwegen, Niederlanden und Belgien; Anstieg der Exporte auf 221 TWh.

Warum ist das wichtig?

  • Gasversorgung in Deutschland als stabil und gesichert eingeschätzt
  • Füllstand der Gasspeicher liegt bei 50,5 Prozent, was im aktuellen Kontext angemessen ist
  • LNG-Terminals bieten zusätzliche Importmöglichkeiten, was die Versorgungssicherheit erhöht

Wer ist betroffen?

  • Haushalte und Gewerbe
  • Industrie
  • Abnehmer in Österreich, Tschechien und der Schweiz

Zahlen/Fakten?

  • Aktueller Gasspeicherfüllstand in Deutschland: 50,5 Prozent
  • Gasverbrauch 2025: 864 TWh (2,2 Prozent mehr als 2024)
  • Gasimporte 2025: 1.031 TWh (44 Prozent aus Norwegen)

Wie geht’s weiter?

  • Gasversorgung in Deutschland bleibt stabil
  • Gasspeicher sollen gemäß Vorgaben gefüllt werden
  • Fortsetzung der LNG-Importmöglichkeiten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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