Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Konflikt und Menschlichkeit in der Ukraine
Berlin () – Im Krieg zwischen Russland und der Ukraine gelten mittlerweile etwa 100.000 ukrainische Soldaten als vermisst. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf die ukrainische Parlamentsabgeordnete Anna Purtowa.
„Wir wissen nicht, wie viele von ihnen als Kriegsgefangene in russischem Gewahrsam sind“, sagte die Politikerin. Laut der Genfer Konvention über die Behandlung von Kriegsgefangenen müssten Kriegsparteien die Namen von Gefangenen mitteilen. Das geschehe aber nicht.
Purtowa setzt sich für Veteranen und für die Familien von vermissten ukrainischen Soldaten und Kriegsgefangenen ein. Manche Familien lebten jetzt schon mehr als vier Jahre in Ungewissheit. „Für sie ist es das Härteste, nicht zu wissen, ob ihre Angehörigen noch leben und wo sie abgeblieben sind“, sagte sie.
Die Abgeordnete wirft Moskau auch aus anderen Gründen vor, sich nicht an die Genfer Konvention zu halten: Russland müsste dem Roten Kreuz Zugang zu den Kriegsgefangenenlagern ermöglichen. Das geschehe nicht. Ukrainische Kriegsgefangene seien systematisch Folter, Mangelernährung und demütigender Behandlung ausgesetzt. „Es braucht internationalen politischen Druck, damit sich das ändert“, fordert die Abgeordnete, die für die Regierungspartei „Diener des Volkes“ im Parlament sitzt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ukrainische Flagge (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Etwa 100.000 ukrainische Soldaten gelten als vermisst.
- Es gibt Unklarheiten über die Anzahl der Kriegsgefangenen in russischem Gewahrsam.
- Russland hält sich nicht an die Genfer Konvention und verweigert dem Roten Kreuz den Zugang zu Kriegsgefangenenlagern.
Warum ist das wichtig?
- Ungewissheit für Familien von vermissten Soldaten belastet emotional und psychologisch.
- Notwendigkeit internationaler Standards für die Behandlung von Kriegsgefangenen zur Gewährleistung von Menschenrechten.
Wer ist betroffen?
- etwa 100.000 ukrainische Soldaten als vermisst
- Familien von vermissten ukrainischen Soldaten und Kriegsgefangenen
- ukrainische Kriegsgefangene
Zahlen/Fakten?
- etwa 100.000 ukrainische Soldaten gelten als vermisst
- Familien leben seit mehr als vier Jahren in Ungewissheit
- Kriegsgefangene seien systematisch Folter und Mangelernährung ausgesetzt
Wie geht’s weiter?
- Internationaler politischer Druck erforderlich, um Zugang zu Kriegsgefangenen zu ermöglichen
- Unterstützung für Familien vermisster Soldaten und Kriegsgefangener stärken
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