Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Sicherheitspolitik in Deutschland: Elektroautos und Cyberrisiken
Berlin () – Die SPD bringt wegen möglicher Cyberrisiken einen Zulassungsstopp für bestimmte Elektroautohersteller ins Spiel. Der digitalpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Schätzl, sagte dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe), bei „gravierenden, bestätigten Vorfällen“ könne es am Ende sogar „notwendig werden, die Zulassung bestimmter Hersteller oder Modelle im deutschen Straßenverkehr zu untersagen“.
Hintergrund sind Sicherheitsbedenken bei vernetzten Fahrzeugen, insbesondere von Anbietern aus China. Der wachsende Marktanteil chinesischer Hersteller werfe „neue sicherheitsrelevante Fragen“ auf, sagte Schätzl. Sensibel seien nicht nur persönliche Daten der Fahrer, sondern auch Sensor- und Umfelddaten der Autos. Sollten solche Informationen staatlichen Stellen in China zugänglich sein, könnten sie nach seinen Worten für Cyberangriffe oder militärische Zwecke genutzt werden.
Schätzl forderte deshalb besondere Schutzmaßnahmen für sicherheitsrelevante Bereiche wie Polizei und Bundeswehr. Denkbar seien Nutzungseinschränkungen für einzelne Standorte oder Personengruppen. Zwar beträfen Fernzugriffs- und Datensicherheitsrisiken grundsätzlich alle vernetzten Fahrzeuge. Höhere Risiken bestünden jedoch dort, wo Unternehmen staatlichen Zugriffspflichten unterlägen und unabhängige Kontrollen fehlten, fügte er mit Blick auf China hinzu.
Die SPD-Verkehrspolitikerin Isabel Cademartori plädiert für eine sicherheitspolitische Gesamtbewertung. Es müsse genau geprüft werden, „ob im Hintergrund ein Staat mit klaren geopolitischen Eigeninteressen agiert und persönliche sowie Geodaten gezielt sammelt“. Daraus folge für sie vor allem eines: Europa müsse stärker in technologische Souveränität investieren und bei der Fahrzeugbeschaffung verstärkt auf heimische Anbieter setzen – aus Sicherheitsgründen und zur Stärkung des Industriestandorts Deutschland.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Stromtankstelle für E-Auto (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- SPD diskutiert Zulassungsstopp für bestimmte Elektroautohersteller wegen Cyberrisiken.
- Sicherheitsbedenken bei vernetzten Fahrzeugen, insbesondere von Anbietern aus China.
- Forderung nach speziellen Schutzmaßnahmen für sicherheitsrelevante Bereiche wie Polizei und Bundeswehr.
Warum ist das wichtig?
- Schutz vor Cyberrisiken durch vernetzte Elektroautos
- Wahrung persönlicher und sensibler Daten der Fahrer
- Stärkung der technologischen Souveränität in Europa
Wer ist betroffen?
- Elektroautohersteller, insbesondere aus China
- Fahrer von vernetzten Fahrzeugen
- Polizei und Bundeswehr
Zahlen/Fakten?
- Zulassungsstopp für bestimmte Elektroautohersteller wird diskutiert
- Sicherheitsbedenken insbesondere bei Anbietern aus China
- Höhere Risiken bei Unternehmen mit staatlichen Zugriffspflichten
Wie geht’s weiter?
- Zulassungsstopp für bestimmte Elektroautohersteller prüfen
- Sicherheitsmaßnahmen für sicherheitsrelevante Bereiche fordern
- Europa in technologische Souveränität investieren
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