Innenministerium fürchtet Datenabschöpfung durch Autos aus China

20. Januar 2026
1 min Lesezeit

Innenministerium fürchtet Datenabschöpfung durch Autos aus China

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Risiken chinesischer Autos in Deutschland

() – Das Bundesinnenministerium von Ressortchef Alexander Dobrindt (CSU) warnt vor Risiken durch digital vernetzte Autos aus .

„Aufgrund der steigenden Marktanteile chinesischer Autohersteller im europäischen Markt, der geopolitischen Lage und der chinesischen Machtambitionen ergibt sich die Notwendigkeit, mögliche Risiken chinesischer Fahrzeuge genau im Blick zu haben“, sagte ein Ministeriumssprecher dem „Handelsblatt“. Er wies darauf hin, dass chinesische Fahrzeuge „über hochkomplexe, vernetzte Systeme“ verfügten, „die eine große Menge an Daten generieren, speichern und übermitteln“.

Sicherheitsbehörden zeigten sich ebenfalls alarmiert. „Die Spionagegefahr durch chinesische Elektroautos ist real“, sagte der Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, der Zeitung. Gemeint sei jedoch weniger klassische Spionage als vielmehr „Datenabschöpfung im großen Stil“. Wie gefährlich das sei, hänge stark davon ab, wo und von wem die Fahrzeuge genutzt würden.

Für sicherheitsrelevante Bereiche wie Bundeswehr, Polizei, kritische Infrastrukturen und das Regierungsumfeld ordnet Kramer das Risiko als „hoch“ ein. Schon die Übertragung von Standortdaten an externe IT-Systeme in der Cloud sei problematisch. Für Unternehmen mit sensibler Forschung und Entwicklung sieht Kramer ein „mittleres bis hohes Risiko“. Das gelte insbesondere dann, wenn Fahrzeuge regelmäßig Forschungsstandorte anfahren, von Führungskräften genutzt werden oder als „mobiler Besprechungsraum“ dienen.

Nach Kramers Einschätzung bergen Elektroautos grundsätzlich ein Spionagerisiko, nicht nur chinesische. „Moderne Elektroautos sind rollende Computer“, sagte er. Die Fahrzeuge erfassten und übermittelten zahlreiche Informationen. Dazu gehörten Standort- und Bewegungsdaten, Daten aus dem Innenraum über Mikrofone oder Kameras, Telefon- und Kontaktdaten aus der Verbindung mit Smartphones, Angaben zum Fahrverhalten sowie Daten aus der Umgebung über Assistenzsysteme.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Chinesische Fahne (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundesinnenministerium warnt vor Risiken durch chinesische Autos
  • Geopolitische Lage und steigende Marktanteile chinesischer Hersteller machen Vorsicht notwendig
  • Verfassungsschutz sieht hohe Spionagegefahr in sicherheitsrelevanten Bereichen

Warum ist das wichtig?

  • Zunehmende Marktanteile chinesischer Autohersteller erfordern genauere Risikoanalysen.
  • Spionagegefahr durch Datenabschöpfung von vernetzten Fahrzeugen ist real, insbesondere in sicherheitsrelevanten Bereichen.
  • Moderne Elektroautos sind Datenquellen und erhöhen die Risiken für Unternehmen mit sensibler F&E.

Wer ist betroffen?

  • Bundeswehr
  • Polizei
  • Unternehmen mit sensibler Forschung und Entwicklung

Zahlen/Fakten?

  • Steigende Marktanteile chinesischer Autohersteller im europäischen Markt
  • Sicherheitsrisiko: Datenabschöpfung im großen Stil von Fahrzeugen
  • Hoch bis mittleres Risiko für sicherheitsrelevante Bereiche und sensitive Unternehmen

Wie geht’s weiter?

  • Überwachung und Regulierung der Datenübertragung bei chinesischen Fahrzeugen verstärken
  • Sensibilisierung von sicherheitsrelevanten Institutionen und Unternehmen zu den Risiken
  • Entwicklung von Richtlinien für den Einsatz vernetzter Fahrzeuge in kritischen Bereichen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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