Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Automobilindustrie und E-Mobilität in Deutschland
Berlin () – Die deutschen Autokonzerne haben ihre Marktstellung bei E-Mobilität in Europa im vergangenen Jahr ausgebaut. Das zeigen Daten des Verbands der Automobilindustrie (VDA), über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten. Danach kam 2025 jedes zweite in der EU neu zugelassene batterieelektrische Auto von einem Hersteller aus Deutschland. Der Marktanteil der hiesigen Autoindustrie hat sich seit 2016 damit mehr als verdoppelt. Bei Plug-in-Hybriden lag ihr Marktanteil 2025 bei 58,6 Prozent.
Zählt man rein batterieelektrische und hybride Fahrzeuge zusammen, stehen die deutschen Marken in diesem Segment in vielen Ländern sogar besser da als mit klassischen Verbrenner-Motoren: In den Niederlanden, Italien und Frankreich lag ihr Marktanteil 2025 bei E-Autos und Hybriden deutlich höher als bei allen Fahrzeugen insgesamt. In mehreren europäischen Ländern konnten die Hersteller ihre Position zuletzt merklich ausbauen. In Japan war der Marktanteil der deutschen Autokonzerne bei teilweise oder ganz elektrisch angetriebenen Fahrzeugen zuletzt mehr als dreimal so hoch wie im gesamten Markt (17,5 Prozent ggü. 4,5 Prozent), auch in den USA (13,3 Prozent ggü. 8,1 Prozent) und Südkorea (13,9 Prozent ggü. 12,0 Prozent) ist ihre Position in diesem Segment besser als im Markt insgesamt.
Ein großes Problem für die Branche bleibt der Absatz in China. Die ohnehin kleinen Marktanteile deutscher Autohersteller bei E-Autos und Hybrid-Fahrzeugen in der Volksrepublik waren von 2024 auf 2025 noch einmal deutlich gesunken. Bei Plug-in-Hybriden konnten deutsche Hersteller zuletzt nur noch 0,5 Prozent Marktanteil verbuchen, bei rein batterieelektrischen Fahrzeugen waren es noch 2,5 Prozent.
VDA-Präsidentin Hildegard Müller plädiert vor diesem Hintergrund dafür, die Situation der Branche differenziert zu betrachten. „Zu oft verfallen Debatte und Argumente in Schwarzweiß-Schemata“, sagte Müller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Fakt sei: Die Autoindustrie restrukturiere sich, setze mit Kreativität und Investitionen auf den Weg zur klimaneutralen Mobilität der Zukunft. „Unsere Hersteller haben bei der E-Mobilität in vielen Märkten einen höheren Anteil als am Gesamtmarkt“, so Müller.
Gleichzeitig appellierte sie mit Nachdruck an die Politik, Deutschland als Produktionsstandort wieder attraktiver zu machen. „Wenn es um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts geht, helfen weder Schönreden- noch Schwarzmalerei-Kategorien“, so die VDA-Präsidentin. Für die notwendigen Entscheidungen helfe der Blick auf Zahlen, Daten und Fakten: „In allen Rankings, die sich beispielsweise mit Steuerbelastung, Bürokratieaufwand oder auch Arbeitskosten beschäftigen, wurde Deutschland zuletzt durchgereicht. Wir haben eine massive Standortkrise, die die komplette deutsche Industrie betrifft.“
Der Glaube, Politik könne wirtschaftliche Entscheidungen besser treffen oder technologische Entwicklungen besser einschätzen als Unternehmen, die dies seit Jahrzehnten erfolgreich tun, sei „gescheitert“, sagte sie weiter. Jetzt gelte es, die Kurskorrektur entschlossen und umfassend einzuleiten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | E-Auto-Ladestation (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Deutsche Autokonzerne haben ihre Marktstellung bei E-Mobilität in Europa ausgebaut.
- Marktanteil deutscher Hersteller bei E-Autos in der EU 2025 bei 50 %; bei Plug-in-Hybriden 58,6 %.
- Absatz in China ist weiterhin problematisch; Marktanteil bei Plug-in-Hybriden nur 0,5 %.
Warum ist das wichtig?
- Deutsches E-Auto-Segment wächst schnell und übertrifft Marktanteile bei Verbrennern in mehreren Ländern.
- Notwendigkeit zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität Deutschlands als Produktionsstandort.
- Dringender Appell an Politik für unterstützende Maßnahmen zur Stärkung der Branche.
Wer ist betroffen?
- Deutsche Automobilindustrie
- E-Mobilitäts Markt
- betroffen in China
Zahlen/Fakten?
- 2025 jedes zweite neuer E-Auto in der EU von deutschen Herstellern
- Marktanteil deutscher Hersteller bei Plug-in-Hybriden 2025 bei 58,6 Prozent
- In Japan Marktanteil der deutschen Autokonzerne bei E-Fahrzeugen 17,5 Prozent, in den USA 13,3 Prozent, in Südkorea 13,9 Prozent
Wie geht’s weiter?
- Deutschland als Produktionsstandort attraktiver machen
- Konzepte für Klimaneutralität in der Mobilität weiterentwickeln
- Kurskorrektur in der Branche entschlossen einleiten
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