Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaftliche Maßnahmen in Berlin geplant
Berlin () – Die Regierungskoalition will an diesem Donnerstag neue Maßnahmen beschließen, um die Konjunktur wieder anzukurbeln und der anhaltenden Wirtschaftskrise etwas entgegenzusetzen.
„Wir müssen vor allem der energieintensiven Industrie und dem Mittelstand helfen. Die Strompreise müssen runter“, sagte Unionsfraktionschef Jens Spahn dem „Tagesspiegel“ (Donnerstagsausgabe) vor dem Treffen des Koalitionsausschusses. „Ich rechne mit Entscheidungen zu einem Industriestrompreis und zu Gaskraftwerken für bezahlbare Energie.“
Spahn warb zugleich um Verständnis dafür, dass die schwarz-rote Politik die Stimmung in der Bevölkerung und in den Unternehmen bisher nicht entscheidend drehen konnte. „Es braucht Zeit, bis sich im Alltag spürbar etwas ändert“, so der CDU-Politiker mit Blick auf bereits gefasste Beschlüsse für niedrigere Körperschaftssteuern und weniger Bürokratie, „wer aktuell auf Wohnungssuche ist, spürt ja noch nichts vom Bauturbo, den wir beschlossen haben“.
Der Vorsitzende der größten Regierungspartei bezeichnete den Koalitionsvertrag als „eine Art Sofortprogramm für das erste Regierungsjahr“, über das Union und SPD auch hinausgehen würden: „Dann sehen wir weiter.“ Spahn bezeichnete in diesem Zusammenhang die Sozialabgaben von aktuell 42,5 Prozent eines Bruttolohns als „große Belastung“ für die Wirtschaft: „Die gehen wir mit Sozialversicherungsreformen an, sobald die dafür eingesetzten Kommissionen ihre Ergebnisse vorlegen.“ Diese Fragen würden „das erste Halbjahr 2026 bestimmen“.
Noch keine Beschlussfassung an diesem Donnerstag erwartet Spahn beim Thema Rentenreform, die jüngere Unionsabgeordnete wegen einer zu großen Belastung künftiger Generationen zu blockieren drohen. „Der Kanzler hat sehr deutlich gemacht, dass darüber noch zu reden sein wird in der Koalition“, erklärte Spahn: „Ich rechne allerdings nicht mit einer sofortigen Entscheidung.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Autoproduktion (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Regierungskoalition plant Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur
- Jens Spahn fordert Senkung der Strompreise und Unterstützung für energieintensive Industrie
- Keine kurzfristigen Entscheidungen zur Rentenreform erwartet
Warum ist das wichtig?
- Unterstützung der energieintensiven Industrie und des Mittelstands
- Absenkung der Strompreise für bezahlbare Energie
- Reformen zur Entlastung von Sozialabgaben für die Wirtschaft
Wer ist betroffen?
- energieintensive Industrie
- Mittelstand
- künftige Generationen
Zahlen/Fakten?
- Sozialabgaben von aktuell 42,5 Prozent eines Bruttolohns
- Entscheidungen zu einem Industriestrompreis und Gaskraftwerken erwartet
- Maßnahmen zur Unterstützung der energieintensiven Industrie und des Mittelstands angestrebt
Wie geht’s weiter?
- Entscheidungen zu Industriestrompreis und Gaskraftwerken
- Sozialversicherungsreformen geplant, Ergebnisse der Kommissionen abwarten
- Weiterführende Gespräche zur Rentenreform in der Koalition
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