Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitspolitik in Berlin: Steuerfinanzierung im Fokus
Berlin () – Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) fordert eine schnellere Steuerfinanzierung der Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger und bringt dafür den Regelsatz als Hebel ins Spiel.
Spahn sagte der „Rheinischen Post“, dass viele es als ungerecht empfänden, dass vor allem die GKV-Versicherten die Beiträge für Bürgergeldempfänger übernähmen. Der Umstieg auf Steuermittel solle schneller gehen. Man solle prüfen, ob es einen schnelleren Weg geben könne. Das wollten ja auch viele in der SPD.
Spahn sagte, dass Löhne und Renten in den vergangenen Jahren um etwa 20 Prozent gestiegen seien, der Regelsatz aber um 30 Prozent zugelegt habe. „Also deutlich stärker“, so Spahn. Würde man daher den Regelsatz an den Lohnanstieg anpassen, „was nur fair wäre, dann könnte man mit dem eingesparten Geld die GKV-Beiträge für Bürgergeld-Empfänger mitfinanzieren“. Die Milliarden-Summe käme dann immer noch den Bürgergeldempfängern zugute, „weil damit ihre Gesundheitskosten finanziert würden, aber es wäre ein schnellerer Einstieg in die Steuerfinanzierung als bisher geplant“, so Spahn.
Zugleich warnte der Unionsfraktionschef davor, im parlamentarischen Verfahren das Paket zur Gesundheitsreform ohne konkrete Gegenfinanzierung wieder aufzuschnüren. „Die Ausgaben müssen zu den Einnahmen passen“, sagte Spahn. Wer Änderungen durchsetzen wolle, müsse benennen, woher Einsparungen in gleicher Höhe kommen sollen – nur so ließen sich stabile Beiträge sichern.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Jens Spahn fordert schnellere Steuerfinanzierung der Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger.
- Er schlägt vor, den Regelsatz an den Lohnanstieg anzupassen, um GKV-Beiträge zu finanzieren.
- Spahn warnt vor Änderungen ohne konkrete Gegenfinanzierung im parlamentarischen Verfahren.
Warum ist das wichtig?
- Schnellere Steuerfinanzierung der Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger kann Ungerechtigkeiten abbauen.
- Anpassung des Regelsatzes an Lohnanstieg könnte die Finanzierung der Gesundheitskosten entlasten.
- Notwendigkeit einer konkreten Gegenfinanzierung im parlamentarischen Verfahren zur Sicherung stabiler Beiträge.
Wer ist betroffen?
- Bürgergeldempfänger
- GKV-Versicherte
- Mitglieder der SPD
Zahlen/Fakten?
- Löhne und Renten seit den letzten Jahren um etwa 20 Prozent gestiegen
- Regelsatz um 30 Prozent gestiegen
- Vorschlag zur Anpassung des Regelsatzes an den Lohnanstieg zur Finanzierung der GKV-Beiträge für Bürgergeldempfänger
Wie geht’s weiter?
- Schnellere Steuerfinanzierung der Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger prüfen
- Regelsatz an Lohnanstieg anpassen, um GKV-Beiträge zu finanzieren
- Gegenfinanzierung im parlamentarischen Verfahren sicherstellen
