Ifo: Rentenzuschüsse verschlingen ein Drittel der Steuereinnahmen

18. November 2025
1 min Lesezeit

Ifo: Rentenzuschüsse verschlingen ein Drittel der Steuereinnahmen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Herausforderungen der Rentenversicherung in München

() – Im nächsten Bundeshaushalt wird voraussichtlich ein Drittel aller veranschlagten Steuereinnahmen (33,3 Prozent) in die Rentenversicherung fließen. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Ifo-Instituts hervor, die den Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2026 untersucht.

Insgesamt sind für Bundeszuschüsse zur gesetzlichen Rentenversicherung 127,8 Milliarden Euro veranschlagt. „Ohne strukturelle Reformen wird der Bund dauerhaft mehr Geld für die gesetzliche Rente bereitstellen. Das verengt den Spielraum für zukunftsgerichtete Ausgaben im regulären Haushalt“, sagte Ifo-Forscherin Emilie Höslinger.

Insgesamt machen die Zahlungen für die Rente knapp ein Viertel des Bundeshaushalts aus. Strukturell sind dem Bundesministerium für Soziales und Arbeit die meisten Mittel zugewiesen, in dessen Bereich auch die Zahlungen für die Renten fallen. Die jährliche Wachstumsrate dieses Ressorts lag vor der Pandemie zwischen 2016 und 2019 bei durchschnittlich 1,37 Prozent (inflationsbereinigt). Zwischen 2024 und 2026 liegt sie bei 2,27 Prozent.

Der Anteil der Schuldenaufnahmen an den Gesamteinnahmen im Kernhaushalt steigt auf rund 19 Prozent. Der Steueranteil liegt damit bei etwa 74 Prozent. Vor der Corona-Pandemie lag ihr Anteil zwischen 90 und 93 Prozent. Damit ist der Anteil der Steuereinnahmen aktuell knapp 20 Prozentpunkte unter dem Vorkrisenniveau. „Mit den neuen Schulden werden vor allem ungelöste Finanzierungsprobleme in die Zukunft verschoben. Gleichzeitig belastet der gestiegene Schuldenstand künftige Generationen mit Rückzahlungs- und Zinslasten“, so Höslinger.

Die Studie untersucht den Kernhaushalt des Bundes. Der Haushaltsentwurf der Bundesregierung für 2026 sah insgesamt 520,5 Milliarden Euro für den Kernhaushalt vor. Daneben sind Ausgaben im Rahmen mehrerer Sondervermögen in Höhe von insgesamt 119,96 Milliarden Euro vorgesehen. Die Änderungen durch die Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses vom 12. und 13. November sind in der Studie nicht berücksichtigt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Rentenversicherung (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Im Bundeshaushalt 2026 fließen voraussichtlich 33,3 Prozent der Steuereinnahmen in die Rentenversicherung.
  • Für die gesetzliche Rentenversicherung sind 127,8 Milliarden Euro veranschlagt.
  • Der Anteil der Schuldenaufnahmen am Gesamteinkommen des Kernhaushalts steigt auf rund 19 Prozent.

Warum ist das wichtig?

  • Hohe Finanzmittel für Rentenversicherung beeinflussen andere staatliche Ausgaben.
  • Steigende Schuldenbelastung belastet zukünftige Generationen.
  • Notwendigkeit struktureller Reformen zur Sicherung der finanziellen Stabilität.

Wer ist betroffen?

  • Bund und Steuerzahler
  • Künftige Generationen
  • Empfänger der gesetzlichen Rentenversicherung

Zahlen/Fakten?

  • 33,3 Prozent der Steuereinnahmen fließen in die Rentenversicherung
  • 127,8 Milliarden Euro für Bundeszuschüsse zur gesetzlichen Rentenversicherung
  • Anteil der Schuldenaufnahmen an den Gesamteinnahmen im Kernhaushalt steigt auf rund 19 Prozent

Wie geht’s weiter?

  • Steigende Bundeszuschüsse zur Rentenversicherung ohne Reformen
  • Finanzierungsprobleme werden in die Zukunft verschoben
  • Belastung künftiger Generationen durch Schulden und Zinslasten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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