Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Deutsch-Französische Verteidigungspolitik in Berlin
Berlin () – Bundeskanzler Friedrich Merz hat den deutschen Rüstungsmanager Frank Haun mit einem letzten Versuch beauftragt, das schlingernde deutsch-französische Projekt zum Bau eines gemeinsamen Kampfjets zu retten. Wie der „Spiegel“ berichtet, bat Merz den langjährigen Chef der Panzerschmiede Krauss-Maffei Wegmann (KMW), als einer von zwei Vermittlern zu versuchen, den Streit zwischen dem französischen Flugzeughersteller Dassault und der Militärsparte von Airbus durch einen neuen Kompromissvorschlag zum weiteren Vorgehen zu kitten.
Merz hatte in den vergangenen Monaten mehrmals versucht, Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron zu einer Entscheidung über die Zukunft des deutsch-französischen Prestige-Vorhabens zu drängen. Berlin und Paris diskutieren seit Monaten, ob sie die gemeinsame Entwicklung des „Future Combat Air System“, besser bekannt unter der Abkürzung FCAS, noch fortsetzen wollen.
Haun gilt als einer der erfahrensten deutschen Rüstungsmanager. Besonders seine Erfahrung bei der Fusion des deutschen Panzerbauers KMW mit dem französischen Unternehmen Nexter macht ihn aus Sicht der Bundesregierung zu einem idealen Kandidaten, um das Projekt FCAS noch einmal auf die Spur zu bringen oder wenigstens eine Neujustierung des Vorhabens vorzunehmen, die nicht wie ein komplettes Scheitern aussieht. Durch seine Erfahrung bei der deutsch-französischen Panzer-Fusion, heißt es in der Verteidigungsbranche, sei Haun „gestählt“ wie kaum ein anderer.
Macron hat mittlerweile den ähnlich erfahrenen Rüstungsexperten Laurent Collet-Billon für die Rettungsmission in Stellung gebracht. Der ehemalige Leiter der Generaldirektion für Rüstung (DGA) kennt Haun gut. Auf der Seite der französischen Behörde zur Koordination der Beschaffung war er maßgeblich an der Fusion zwischen Nexter und KMW beteiligt. Für die Franzosen begleitete er auch das Projekt zum gemeinsamen Bau des Transportflugzeugs Airbus A400M, das anfangs von Streitereien und Pannen geplagt war.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Friedrich Merz am 27.03.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundeskanzler Friedrich Merz beauftragt Frank Haun, den Streit zwischen Dassault und Airbus zu klären.
- Diskussionen über die Zukunft des FCAS-Projekts zwischen Deutschland und Frankreich laufen seit Monaten.
- Macron setzt ebenfalls einen erfahrenen Rüstungsmanager zur Rettung des Projekts ein.
Warum ist das wichtig?
- Sicherstellung der deutsch-französischen Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich
- Erhalt der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit in der Rüstungsindustrie
- Vermeidung von finanziellen und politischen Misserfolgen durch das Rüstungsprojekt
Wer ist betroffen?
- Bundeskanzler Friedrich Merz
- Rüstungsmanager Frank Haun
- Präsident Emmanuel Macron
Zahlen/Fakten?
- Merz beauftragt Frank Haun mit Rettung des FCAS-Projekts
- Haun ist langjähriger Chef von Krauss-Maffei Wegmann
- Macron setzt auf Laurent Collet-Billon zur Unterstützung
Wie geht’s weiter?
- Letzte Verhandlungen zur Rettung des FCAS-Projekts anstoßen
- Kompromissvorschläge zwischen Dassault und Airbus vorlegen
- Zusammenarbeit zwischen Haun und Collet-Billon intensivieren
