Bericht: Regierung zweifelt an gemeinsamem Eurofighter-Nachfolger

29. Januar 2026
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Bericht: Regierung zweifelt an gemeinsamem Eurofighter-Nachfolger

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Verteidigungspolitik in Deutschland und Frankreich

() – Die Bundesregierung rechnet nicht mehr mit einer Fortsetzung des in die Krise geratenen Kampfflugzeugprojekts FCAS in seiner geplanten Form. Das schreibt der „Stern“ unter Berufung auf Regierungskreise. Aufgrund der Differenzen zwischen den beteiligten Unternehmen aus beiden Ländern und unterschiedlichen Anforderungen beider Länder an den Flieger werde es keinen gemeinsamen Kampfjet mit den Franzosen mehr geben, berichtete demnach Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Mitte Januar gegenüber Kabinettsmitgliedern aus einem Gespräch mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron.

Stattdessen werde man eine „Zwei-Fighter-Lösung“ verfolgen – also zwei verschiedene Kampfjets, gebaut von unterschiedlichen Unternehmen. Andere geplante Komponenten von FCAS sollten dagegen weiter gemeinsam entwickelt werden, insbesondere eine Datenplattform („Combat Cloud“), die Kampfflugzeuge und Begleitdrohnen miteinander vernetzen soll.

Auf Anfrage des „Stern“ teilte ein Regierungssprecher mit, dass „aufgrund der Komplexität des Projekts noch keine abschließende Entscheidung zur Zukunft von FCAS getroffen“ wurde. Dem Bericht zufolge erwartet die Bundesregierung bis spätestens Ende Februar von der französischen Seite finale Klarheit über die Zukunft des Projekts. Dann will Macron eine große außenpolitische Rede halten.

Das FCAS-Projekt (Future Combat Air System) war 2017 von der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Macron als deutsch-französisches Symbolprojekt gestartet worden. Die Entwicklungskosten für das ultramoderne Luftkampfsystem aus einem Kampfflugzeug der sechsten Generation, Begleitdrohnen und Führungssoftware wurden auf rund 100 Milliarden Euro geschätzt. Der Superjet sollte 2040 einsetzbar sein.

Mit der Umsetzung wurden von den Partnerländern, zu denen 2019 auch kam, federführend zunächst der französische Flugzeugbauer Dassault und Airbus beauftragt. Schon bald kam es allerdings zu Streit zwischen den beteiligten Unternehmen aus und über die Verteilung von Führungsrolle und Arbeitspaketen. Wegen der Blockade geht in der Entwicklung seit Monaten kaum mehr etwas voran.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Eurofighter (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundesregierung rechnet nicht mit Fortsetzung des FCAS-Projekts in geplanter Form.
  • Stattdessen wird eine "Zwei-Fighter-Lösung" angestrebt, also zwei verschiedene Kampfjets.
  • Weitere Komponenten wie die Datenplattform sollen weiter gemeinsam entwickelt werden.

Warum ist das wichtig?

  • Klärung der Zukunft des FCAS-Projekts ist entscheidend für die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich.
  • Zwei-Fighter-Lösung könnte Flexibilität und Innovationspotential fördern.
  • Zeitdruck auf die Bundesregierung für eine Entscheidung zeigt die politische Relevanz des Projekts.

Wer ist betroffen?

  • Bundesregierung
  • Unternehmen aus Deutschland und Frankreich
  • Bundeskanzler Friedrich Merz und Staatschef Emmanuel Macron

Zahlen/Fakten?

  • Entwicklungskosten für FCAS: rund 100 Milliarden Euro
  • Geplanter Einsatz des Superjets: 2040
  • Entscheidung über Zukunft des Projekts bis spätestens Ende Februar erwartet

Wie geht’s weiter?

  • Verfolgung einer "Zwei-Fighter-Lösung" mit unterschiedlichen Unternehmen
  • Gemeinsame Entwicklung der Datenplattform "Combat Cloud"
  • Bis Ende Februar finale Klarheit von Frankreich über die Zukunft des Projekts erwarten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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