Linken-Chefs wollen Kriegsdienstverweigerern helfen

20. November 2025
1 min Lesezeit

Linken-Chefs wollen Kriegsdienstverweigerern helfen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik Berlin: Linke für Wehrdienstverweigerer

() – Die Linken-Vorsitzenden Jan van Aken und Ines Schwerdtner wollen ihre Partei zur Anlaufstelle für Wehrdienstverweigerer machen.

In einem Antrag der beiden Parteichefs an den gesamten Parteivorstand, über den der „Spiegel“ berichtet, heißt es: Die von Union und SPD geplante Pflicht zur Musterung sei der erste Schritt in den „militärischen Zwangsdienst“. Die Partei solle über den parteieigenen Zusammenschluss „Die Linke Hilft“ Beratungs- und Informationsangebote zur Wehrdienstverweigerung fördern. Dazu solle die Linke auch die Kooperation mit weiteren Organisationen suchen.

Außerdem heißt es in dem Antrag, über den am Wochenende abgestimmt werden soll: „Wir werden über Tipps und Tricks für die Zwangs-Musterung und Kriegsdienstverweigerung informieren, denn es gibt viele Möglichkeiten, sich dem Zwangsdienst zu entziehen.“

Nach einer Einigung von Union und SPD soll der Wehrdienst zwar zunächst freiwillig bleiben. Künftig sollen aber alle jungen Männer ab Jahrgang 2008 verpflichtend gemustert werden. Werden künftig die vom Verteidigungsministerium definierten Ziele für freiwillig Wehrdienstleistende nicht erreicht, könnte der Bundestag etwa eine sogenannte Bedarfswehrpflicht beschließen, bei der auch ein Zufallsverfahren zur Anwendung kommen kann. Das heißt, die Männer, die eingezogen werden, würden per Los bestimmt. Sollte der Bundestag den Spannungs- oder Verteidigungsfall feststellen, wofür eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist, tritt automatisch die allgemeine Wehrpflicht wieder in Kraft.

Mit der Positionierung will die Linke offensichtlich weitere Wähler gewinnen. Schon jetzt hat die Partei unter jungen Menschen besonders starken Zulauf, bei der Bundestagswahl wurde die Partei bei den 18- bis 24-Jährigen stärkste Kraft.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ines Schwerdtner und Jan van Aken (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Die Linken-Vorsitzenden Jan van Aken und Ines Schwerdtner wollen die Partei zur Anlaufstelle für Wehrdienstverweigerer machen.
  • Sie fordern Beratungs- und Informationsangebote zur Wehrdienstverweigerung und planen eine Zusammenarbeit mit weiteren Organisationen.
  • Der Wehrdienst soll zunächst freiwillig bleiben, aber eine Musterung für alle jungen Männer ab Jahrgang 2008 ist geplant.

Warum ist das wichtig?

  • Stärkung der Position der Linken als Anlaufstelle für Wehrdienstverweigerer
  • Förderung von Informationsangeboten zur Wehrdienstverweigerung
  • Gewinnung weiterer Wähler, insbesondere bei jungen Menschen

Wer ist betroffen?

  • Wehrdienstverweigerer
  • Junge Männer ab Jahrgang 2008
  • Potenzielle Wehrdienstleistende

Zahlen/Fakten?

  • Partei Die Linke will Anlaufstelle für Wehrdienstverweigerer werden
  • Wehrpflichtige Musterung für junge Männer ab Jahrgang 2008 geplant
  • Bei Nichterreichen von Zielen für freiwillige Wehrdienstleistende könnte Bedarfswehrpflicht beschlossen werden

Wie geht’s weiter?

  • Partei wird Anlaufstelle für Wehrdienstverweigerer
  • Förderung von Beratungs- und Informationsangeboten
  • Kooperation mit weiteren Organisationen angestrebt
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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