Bundeszentrale für politische Bildung will neue Prioritäten setzen

4. August 2026
1 min Lesezeit

Politik: BPB setzt neue Schwerpunkte in

Berlin () – Die nach dem Rückzug des bisherigen Präsidenten Sönke Rix seit voriger Woche führungslose Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) will in Zukunft andere Prioritäten setzen. „Künftig wird die Bundeszentrale für politische Bildung ihre inhaltliche Arbeit stärker entlang ihres Kernauftrags ausrichten“, sagte eine Sprecherin der Behörde dem „Redaktionsnetzwerk “ (Dienstagausgabe).

Konkret bedeute das, dass bewährte Formate innerhalb des Kernauftrags der Bundeszentrale gegenüber anderen Angeboten priorisiert würden. Mit einer stärkeren Fokussierung auf ihren Kernauftrag werde die BPB ihre inhaltliche Arbeit insbesondere auf zentrale Zukunfts- und Stabilitätsfragen konzentrieren: staatliche Handlungsfähigkeit, innere und äußere Sicherheit, demokratische Resilienz und Krisenfestigkeit, wirtschaftlich-soziale Grundlagen und gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Adressiert werden solle damit die gesamte Breite der Gesellschaft. Die Sprecherin sagte, dass die Markenkerne der Arbeit erhalten blieben: wissenschaftlich fundierte, kontroverse Wissensformate, Fach- und Dialogveranstaltungen, Präsenz auf Social Media sowie die Unterstützung der Träger in ihrer wichtigen Arbeit für die Stärkung der Demokratie.

Wie das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet, soll sich die Bundeszentrale künftig unter anderem mehr als bisher um die Themen Linksextremismus und Islamismus kümmern. Eingestellt wird dagegen das Projekt eines Museums rund um die von der RAF vor knapp 50 Jahren entführte „„. Die Bundeszentrale sollte die Maschine aufbereiten, die in einer Halle beim Flughafen steht, um eine Ausstellung möglich zu machen. Studienreisen nach sollen ebenfalls nicht mehr stattfinden.

Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Rix hatte sich nach eigenen Angaben aus „persönlichen Gründen“ und im gegenseitigen Einvernehmen mit dem zuständigen Bundesinnenministerium nach nur fünf Monaten von der Spitze der rund 400-köpfigen Behörde zurückgezogen. Nachdem der vorherige Präsident Thomas Krüger im September 2025 in den Ruhestand verabschiedet worden war, war der Posten sechs Monate lang unbesetzt geblieben. Vizepräsident ist seit März Volker Ullrich, der früher wie Rix dem Bundestag angehörte – jedoch anders als dieser für die CSU.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Jugendliche Leser (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Bundeszentrale für politische Bildung will neue Prioritäten setzen

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Nach dem Rückzug des bisherigen Präsidenten Sönke Rix will die Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) künftig andere Prioritäten setzen und ihre Arbeit stärker am Kernauftrag ausrichten
  • Die BPB will sich vor allem auf Zukunfts- und Stabilitätsfragen konzentrieren, unter anderem staatliche Handlungsfähigkeit, Sicherheit, demokratische Resilienz, wirtschaftlich-soziale Grundlagen und gesellschaftlichen Zusammenhalt
  • Unter anderem sollen sich die Inhalte künftig mehr um Linksextremismus und Islamismus kümmern, während das Projekt eines RAF-„Landshut“-Museums und Studienreisen nach Israel eingestellt werden

Warum ist das wichtig?

  • Fokus der BPB auf zentrale Zukunfts- und Stabilitätsfragen wie staatliche Handlungsfähigkeit, innere und äußere Sicherheit, demokratische Resilienz und Krisenfestigkeit
  • Verstärkte Arbeit zu Linksextremismus und Islamismus sowie Anpassung/Beendigung bestimmter Projekte wie RAF-„Landshut“-Museum und Studienreisen nach Israel
  • Erhalt wissenschaftlich fundierter, kontroverser Wissensformate und verstärkte gesellschaftsweite Ansprache zur Stärkung der Demokratie und des Zusammenhalts

Wer ist betroffen?

  • Die gesamte Breite der Gesellschaft
  • Die Träger, die die Demokratie stärken sollen
  • Insbesondere die Öffentlichkeit zu Zukunfts- und Stabilitätsfragen wie staatliche Handlungsfähigkeit, Sicherheit, demokratische Resilienz, wirtschaftlich-soziale Grundlagen und gesellschaftlicher Zusammenhalt

Zahlen/Fakten?

  • rund 400-köpfige Behörde
  • fünf Monate im Amt
  • Posten sechs Monate unbesetzt
  • seit März Vizepräsident Volker Ullrich
  • vor knapp 50 Jahren entführte „Landshut“

Wie geht’s weiter?

  • Die BPB will ihre inhaltliche Arbeit stärker an ihrem Kernauftrag ausrichten und sich künftig auf Zukunfts- und Stabilitätsfragen wie staatliche Handlungsfähigkeit, Sicherheit, demokratische Resilienz sowie gesellschaftlichen Zusammenhalt konzentrieren
  • Künftig soll sie sich unter anderem stärker um Linksextremismus und Islamismus kümmern, während das RAF-“Landshut”-Museum-Projekt eingestellt werden und Studienreisen nach Israel nicht mehr stattfinden sollen
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