Politik in Berlin: Zivildienst geplant
Berlin () – Die Bundesregierung bereitet die Grundlagen für die Einführung eines neuen Zivildienstes vor. Das berichtet die „Bild“ (Dienstagausgabe). Ein Sprecher des Bildungsministeriums bestätigte entsprechende Pläne.
Das Ministerium hat in den vergangenen Monaten 23 große Verbände und Organisationen befragt, welche Kapazitäten sie im Falle einer Rückkehr zur Wehrpflicht für Wehrdienstverweigerer zur Verfügung stellen könnten. 22 der 23 Verbände gaben an, dass ihre Infrastrukturen und Einsatzstellen grundsätzlich bereit wären, im Falle einer Reaktivierung einer Wehrpflicht Wehrersatzdienstleistenden ein vielfältiges Angebot zu machen.
Zwar gebe es keinen Zivildienst, solange es keine Wehrpflicht gebe, erklärte der Ministeriumssprecher. Aber falls die Wehrpflicht einmal nötig werden sollte, müsse die Basis für einen modernen Zivildienst schon vorbereitet sein. Das Bildungsministerium will seine Pläne offiziell nach der Sommerpause vorstellen.
2011 wurde die Wehrpflicht ausgesetzt. Damals gab es noch knapp 15.000 Zivildienstleistende. Im Jahr 2009 waren es noch rund 90.000 gewesen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Familienministerium (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Die Bundesregierung bereitet die Einführung eines neuen Zivildienstes vor
- Das Bildungsministerium hat 23 große Verbände zu verfügbaren Kapazitäten für einen möglichen Wehrersatzdienst befragt
- Die Pläne sollen nach der Sommerpause offiziell vorgestellt werden
Warum ist das wichtig?
- Die Bundesregierung bereitet die Einführung eines neuen Zivildienstes vor, um im Fall einer Reaktivierung der Wehrpflicht schnell handlungsfähig zu sein
- Das Bildungsministerium hat Verbände und Organisationen nach verfügbaren Kapazitäten befragt, um ein vielfältiges Einsatzangebot für Wehrersatzdienstleistende sicherzustellen
- Die Basis soll bereits vor einer möglichen Wiederkehr der Wehrpflicht geschaffen werden, damit der Zivildienst künftig „modern“ umgesetzt werden kann
Wer ist betroffen?
- Wehrdienstverweigerer, die einen Wehrersatzdienst leisten würden
- Zivildienstleistende im Falle einer Rückkehr zur Wehrpflicht
- 23 große Verbände und Organisationen, die Einsatzstellen und Kapazitäten bereitstellen könnten
Zahlen/Fakten?
- 23 große Verbände und Organisationen wurden befragt
- 22 der 23 Verbände sagten grundsätzlich Bereitschaft für Einsatzstellen zu
- 2011 wurde die Wehrpflicht ausgesetzt; zuvor knapp 15.000 Zivildienstleistende; 2009 rund 90.000
Wie geht’s weiter?
- Nach der Sommerpause will das Bildungsministerium seine Pläne zur Einführung eines neuen Zivildienstes offiziell vorstellen
- Dafür wurden zuvor 23 große Verbände und Organisationen befragt; 22 davon erklärten, grundsätzlich Einsatzstellen und Infrastruktur für Wehrersatzdienstleistende bereitzustellen
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