Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik in Berlin: Reform der Altersvorsorge
Berlin () – Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zeigt sich kurz vor der Anhörung im Bundestag offen für Änderungen am Gesetz zur Reform der Altersvorsorge. „Wir wollen die Kosten klar begrenzen“, sagte Klingbeil der „Welt am Sonntag“. „Für das Standardprodukt gibt es einen Kostendeckel – wo der exakt ansetzt, da bin ich in den anstehenden Beratungen im Parlament offen für eine gute Lösung.“
Man sorge außerdem für mehr Wahlfreiheit und Transparenz. „Das stärkt den Wettbewerb, und auch das wird sich in niedrigeren Kosten niederschlagen. Damit wird die private Altersvorsorge zukünftig für alle Einkommen eine bessere Ergänzung zur gesetzlichen Rente“, sagte er weiter. Die Anhörung im Bundestag ist für Montag geplant.
Im Gesetzentwurf, der im Bundesfinanzministerium erarbeitet wurde, steht bislang ein Kostendeckel für das geplante Standardprodukt in Höhe von 1,5 Prozent. Dagegen gibt es nicht nur von Verbraucherschützern Widerstand. Auch der Bundesrat, der dem Gesetz zustimmen muss, hatte sich für einen niedrigeren Deckel ausgesprochen. „Eine derart hoch angesetzte Kostenobergrenze läuft dem Ziel eines transparenten, verbraucherfreundlichen und besonders attraktiven Standardprodukts zuwider“, heißt es in einer Stellungnahme. Das Standardprodukt soll jeder Sparer mit wenigen Klicks im Internet abschließen können.
Grundsätzliches Ziel ist es, die private Altersvorsorge mit der Reform neu aufzustellen. Der Gesetzesentwurf für das Altersvorsorgedepot sieht vor, dass Sparer künftig in eine breite Palette von gemanagten Fonds, ETFs und auch Staatsanleihen investieren können. Der Staat bezuschusst die ersten 1.200 Euro mit 30 Cent Zulage je eingezahltem Euro, 20 Cent je Euro gibt es jährlich für weitere 600 Euro.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Lars Klingbeil (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Lars Klingbeil zeigt sich offen für Änderungen am Gesetz zur Reform der Altersvorsorge.
- Kostendeckel für Standardprodukt derzeit bei 1,5 Prozent; Widerstand gegen diese Höhe.
- Gesetzesentwurf soll private Altersvorsorge neu aufstellen, mit Zuschüssen und breitem Anlageangebot.
Warum ist das wichtig?
- Begrenzung der Kosten fördert breite Akzeptanz und Transparenz in der Altersvorsorge
- Mehr Wahlfreiheit und Wettbewerb führen zu niedrigeren Kosten für Verbraucher
- Neuausrichtung der privaten Altersvorsorge bietet bessere Ergänzung zur gesetzlichen Rente
Wer ist betroffen?
- Sparer
- Verbraucherschützer
- Bundesrat
Zahlen/Fakten?
- Kostendeckel für das Standardprodukt in Höhe von 1,5 Prozent
- Staatliche Zulage: 30 Cent für die ersten 1.200 Euro, 20 Cent für weitere 600 Euro
- Ziel ist die Verbesserung der privaten Altersvorsorge als Ergänzung zur gesetzlichen Rente
Wie geht’s weiter?
- Offenheit für Änderungen am Kostendeckel
- Anhörung im Bundestag am Montag
- Ziel ist eine bessere private Altersvorsorge durch Reformmaßnahmen
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