Kinder-Influencer in Social Media: CDU-Vorstoß für schärfere Gesetze

20. Januar 2026
1 min Lesezeit

Kinder-Influencer in Social Media: CDU-Vorstoß für schärfere Gesetze

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaft: Schutz von Kindern in Social Media

() – Aus der CDU kommt ein Vorstoß, Auftritte sogenannter Kinder-Influencer in Social Media nur noch unter strengen Auflagen zuzulassen. „Ziel ist es, sicherzustellen, dass Kinder auch dann den vollen Schutz des Jugendarbeitsschutzgesetzes genießen, wenn sie nicht an professionellen Film- oder Werbeproduktionen mitwirken, sondern im häuslichen Umfeld Content für Social-Media-Plattformen erstellen“, heißt es in einem Antragsentwurf der Frauen Union für den CDU-Bundesparteitag im Februar. Das Papier liegt nach eigenen Angaben dem Nachrichtenmagazin Politico (Dienstagsausgabe) vor.

Die Vorsitzende der Frauen Union, Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, sagte dem Magazin, Kinderrechte würden nicht in den sozialen Medien enden. „Auch im Netz muss gelten: Kindeswohl statt Kommerz“, so die CDU-Politikerin. Manchmal müssten Kinder auch vor ihren Eltern geschützt werden: „Family-Influencer vermarkten ihre Kinder im Netz und zeigen private, gar intime Details“, so Warken. Das Jugendarbeitsschutzgesetz müsse sie ebenso vor Ausbeutung und Überforderung schützen, wie es für Kinderschauspieler gelte: „Was uns als Familien-Content verkauft wird, bedeutet in zahlreichen Fällen nichts anderes als Kinderarbeit.“

Laut Antragsentwurf sollten Kinder, „die von ihren Eltern oder Dritten im Internet zu kommerziellen Zwecken abgebildet werden, nur unter strengen Auflagen und mit vorheriger Genehmigung tätig werden dürfen“. Dies solle analog zu bestehenden Bestimmungen für Kinder bei Theateraufführungen, Musikdarbietungen, Werbeveranstaltungen oder Rundfunkaufnahmen gelten. Die Produktion von Social-Media-Inhalten zu kommerziellen Zwecken soll bei Kindern unter 15 Jahren im Gesetz als Arbeit definiert werden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Junge Frau mit Smartphone (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • CDU schlägt vor, Auftritte von Kinder-Influencern unter strengen Auflagen zu erlauben.
  • Anliegen ist der Schutz der Kinderrechte und das Jugendarbeitsschutzgesetz auch im Internet.
  • Kinder unter 15 Jahren sollen für kommerzielle Social-Media-Inhalte als Arbeit gelten.

Warum ist das wichtig?

  • Schutz der Kinderrechte im digitalen Raum
  • Verhinderung von Ausbeutung und Überforderung durch kommerzielle Inhalte
  • Regelung analog zu bestehenden Gesetzen für Kinder in der Unterhaltungsindustrie

Wer ist betroffen?

  • Kinder-Influencer
  • Eltern von Kindern, die Content erstellen
  • Familien, die im Netz Inhalte teilen

Zahlen/Fakten?

  • Kinder-Influencer sollen nur unter strengen Auflagen tätig werden dürfen
  • Kinderarbeit wird bei Social-Media-Inhalten für Kinder unter 15 Jahren definiert
  • Antragsentwurf stammt von der Frauen Union für den CDU-Bundesparteitag im Februar

Wie geht’s weiter?

  • Einführung strenger Auflagen für Kinder-Influencer in sozialen Medien
  • Durchführung von Genehmigungsverfahren für kommerzielle Darstellungen von Kindern
  • Anpassung des Jugendarbeitsschutzgesetzes für Social-Media-Inhalte
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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