Kanzler begrüßt Vorschläge zur Reform des Sozialstaats

27. Januar 2026
1 min Lesezeit

Kanzler begrüßt Vorschläge zur Reform des Sozialstaats

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Reformen im Sozialstaat: Diskussion in Berlin

() – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Vorschläge der Kommission zur Reform des Sozialstaats begrüßt.

„Ich kannte sie in groben Zügen, sie übertreffen meine Erwartungen, weil hier wirklich eine grundlegende Strukturreform in den sozialen Sicherungssystemen vorgenommen wird“, sagte Merz am Dienstag auf dem Wirtschaftsgipfel der „Welt“ in Berlin.

„Der wesentliche Kern ist, dass die Aufgaben in Zukunft auf zwei zentrale Akteure verlegt werden“, führte Merz aus. Für alle diejenigen, die erwerbsfähig sind, seien künftig die Jobcenter zuständig. Für alle diejenigen, die erwerbsunfähig sind, seien die Sozialämter zuständig. „Dort werden die Leistungen gebündelt, digitalisiert und entsprechend neu geordnet“, sagte Merz auf der „Welt“-Konferenz.

Das sei „zunächst einmal eine Strukturreform“, so der Kanzler: „Das heißt alles noch nicht, dass das Leistungsniveau damit infrage gestellt wird.“ An dieses Leistungsniveau werde die Bundesregierung mit den Ergebnissen der weiteren Reformkommission herangehen, die im ersten Halbjahr 2026 ihre Arbeit abschließen soll.

Jusos-Chef Philipp Türmer pocht derweil darauf, dass die Vorschläge der Sozialstaatskommission nicht zu Kürzungen im sozialen Bereich führen dürfen. Der „Rheinischen Post“ sagte Türmer: „Das soziale Schutzniveau darf nicht sinken, darauf ist besonders bei Veränderungen bei den Transferentzugsraten zu achten. Es ist richtig, sozialversicherungspflichtige Arbeit besserzustellen. Aber dabei dürfen Menschen nicht benachteiligt werden, die gar nicht mehr arbeiten können als in einem Minijob, zum Beispiel alleinerziehende Mütter.“

Insgesamt bezeichnete Türmer die Vorschläge als sinnvoll. „Wenn Leistungen gebündelt und automatisch ausgezahlt werden, bedeutet das weniger Papierkram und spürbare Entlastung für viele. Viel zu viele Menschen bekommen im Moment nicht die Leistungen, die ihnen zustehen, weil die Beantragung zu kompliziert ist“, sagte er.

Der Bericht der Kommission zur Reform des Sozialstaats umfasst 26 Empfehlungen auf 50 Seiten. Vertreter von Bundesregierung, Bundesländern und kommunalen Spitzenverbänden machen darin Vorschläge, wie Beantragung und Bewilligung von Sozialleistungen effizienter, einfacher und digitaler werden könnten.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Friedrich Merz am 27.01.2026

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßt Vorschläge zur Reform des Sozialstaats.
  • Aufgaben werden auf Jobcenter für Erwerbsfähige und Sozialämter für Erwerbsunfähige verteilt.
  • Jusos-Chef Philipp Türmer warnt vor Kürzungen im sozialen Bereich und betont die Notwendigkeit eines hohen sozialen Schutzniveaus.

Warum ist das wichtig?

  • Strukturelle Reformen im Sozialstaat können Effizienz und Digitalisierung fördern.
  • Klare Zuständigkeiten zwischen Jobcentern und Sozialämtern verbessern die Abwicklung von Leistungen.
  • Bündelung von Leistungen könnte die Zugänglichkeit für Anspruchsberechtigte erhöhen und Bürokratie reduzieren.

Wer ist betroffen?

  • Erwerbsfähige Personen
  • Erwerbsunfähige Personen
  • Alleinerziehende Mütter

Zahlen/Fakten?

  • 26 Empfehlungen auf 50 Seiten im Bericht der Kommission zur Reform des Sozialstaats
  • Jobcenter künftig zuständig für Erwerbsfähige, Sozialämter für Erwerbsunfähige
  • Ergebnisse der Reformkommission sollen im ersten Halbjahr 2026 vorliegen

Wie geht’s weiter?

  • Die Reformkommission wird im ersten Halbjahr 2026 ihre Arbeit abschließen.
  • Weitere Details zur Umsetzung der Vorschläge werden erwartet.
  • Anpassungen im sozialen Schutzniveau sind zu berücksichtigen.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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