Grünenfraktion streitet über "Männermanifest"

9. Juli 2026
1 min Lesezeit

Grünenfraktion streitet über "Männermanifest"

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Streit um Männermanifest innerhalb der Grünen

() – In der Bundestagsfraktion der Grünen wird heftig über ein „Männermanifest“ aus der Partei gestritten. Wie mehrere Abgeordnete dem „Spiegel“ bestätigten, kam es darüber am Dienstag bei der Fraktionssitzung in Berlin zu einer zum Teil hitzigen Auseinandersetzung.

Der „Spiegel“ hatte am Wochenende über ein Manifest aus der Partei berichtet, das Schattenseiten des Feminismus beschreibe und für eine neue, positive Definition von Männlichkeit werbe. Neun Männer und vier Frauen unterzeichneten es, darunter die Parteivorsitzende Franziska Brantner und ihre Vorgängerin Ricarda Lang. Brantner gehört dem Realoflügel an, Lang dem linken Flügel.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann kritisierte indirekt das Manifest. Sie sagte dem „Spiegel“, die Grünen seien eine feministische Partei. Feminismus habe immer bedeutet, gemeinsam mit Männern für Gleichstellung und die Akzeptanz von Vielfalt von Geschlechterrollen zu kämpfen. Das gelte auch für positive, moderne Männerbilder. Alles andere wäre ein Missverständnis des Feminismus.

Kritisch äußerten sich am Dienstag in der Fraktionssitzung nach Teilnehmerberichten unter anderem die Grünen-Parlamentarierinnen Lena Gumnior, Ulle Schauws und Kirsten Kappert-Gonther. Aus der Fraktion hieß es, die Mehrheit der Meinungsäußerungen sei so zu verstehen gewesen, dass das nicht das Männerbild der Fraktion sei, was da niedergeschrieben wurde.

Die Debatte über das Männlichkeitsbild vor den wichtigen Landtagswahlen in -Anhalt und zu führen, sei fatal, hieß es weiter. Man habe andere Probleme, die das Land beschäftigten, wie etwa die Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung, der Klimawandel, die wirtschaftliche Lage im Allgemeinen.

Für Ärger sorgte auch, dass die Verfasser ihr Manifest nicht mit den Fachsprechern koordiniert hätten. Fraktionschefin Katharina Dröge wies darauf hin, dass andere für die Themen zuständig seien. Die Fachsprecher wurden demnach von dem Vorstoß der 13 Unterzeichner des Manifests überrascht.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Britta Haßelmann und Katharina Dröge (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Heftiger Streit in der Grünen-Bundestagsfraktion über ein "Männermanifest".
  • Kritik von Fraktionschefin Britta Haßelmann, dass die Grünen eine feministische Partei sind und das Manifest nicht das Männerbild der Fraktion widerspiegelt.
  • Verfasser des Manifests haben keine Koordination mit Fachsprechern vorgenommen.

Warum ist das wichtig?

  • Diskussion über feministische Ansichten innerhalb der Grünen zeigt interne Spannungen
  • Wichtige politische Themen drohen in den Hintergrund zu geraten
  • Fehlende Koordination bei der Erstellung des Manifests sorgt für Unmut in der Fraktion

Wer ist betroffen?

  • Abgeordnete der Grünen Bundestagsfraktion
  • Unterzeichner des "Männermanifests"
  • Fachsprecher der Partei

Zahlen/Fakten?

  • Neun Männer und vier Frauen unterzeichneten das Manifest.
  • Britta Haßelmann kritisierte indirekt das Manifest.
  • Mehrheit der Meinungsäußerungen in der Fraktion war ablehnend.

Wie geht’s weiter?

  • Weitere Diskussionen innerhalb der Fraktion über das Manifest führen
  • Klärung der Position der Fraktion zu Geschlechterrollen und Feminismus anstreben
  • Fokussierung auf wichtige bevorstehende Wahlen und zentrale Themen in der Politik
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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