Grünen wollen für Männer attraktiver werden

5. Juli 2026
1 min Lesezeit

Grünen wollen für Männer attraktiver werden

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaft: Neuer Ansatz zu Männlichkeit in Berlin

() – Die Grünen wollen ein neues, positives Bild von Männlichkeit entwickeln. Das geht aus einem Manifest einer Gruppe von Bundes-, Landes- und Europapolitikern hervor, über das der „Spiegel“ berichtet.

In dem Text rechnen die neun Männer und vier Frauen, darunter Parteichefin Franziska Brantner und ihre Vorgängerin Ricarda Lang, mit dem bisherigen Männerbild der Partei ab. Im Kampf für Frauenrechte sei etwas auf der Strecke geblieben, heißt es. Die Grünen hätten definiert, was Männer nicht sein sollten: nicht gewalttätig, nicht dominant, nicht unterdrückend. „Aber wir haben vergessen, ein Angebot zu machen, was Männlichkeit stattdessen sein kann“, schreiben die Autoren.

„Wir haben ein Vakuum geschaffen, und in dieses Vakuum strömen jetzt die alten Bilder zurück“, heißt es in dem Manifest. Es reiche nicht, gegen toxische Männlichkeit zu sein und deren Propagandisten zu belächeln, kritisiert die Gruppe. „Wir brauchen ein positives Bild, was gute Männlichkeit sein kann.“

Co-Parteichef Felix Banaszak sagte dem „Spiegel“, er verstehe, wenn das Verständnis vieler Frauen gegenüber Männern aufgebraucht sei. „Aber es ist ein Problem, wenn Linke pauschal ausstrahlen: Als Mann bist du das Problem und bleibst es auch“, sagte Banaszak. Das progressive Milieu brauche ein eigenes positives Verständnis von Männlichkeit, das nicht nur Defizit sei. Der Grünenpolitiker Anton Hofreiter kritisierte, dass im progressiven Lager Männlichkeit automatisch mit dem Begriff toxisch verbunden werde. „Männer werden pauschal für das, was sie sind, abgelehnt und nicht für das, was sie sagen oder tun“, sagte Hofreiter.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Grünen-Logo (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Die Grünen entwickeln ein Manifest für ein neues, positives Bild von Männlichkeit.
  • Parteichefin Franziska Brantner und andere Politiker rechnen mit dem bisherigen Männerbild der Partei ab.
  • Kritisiert wird, dass im progressiven Milieu Männlichkeit oft automatisch als toxisch angesehen wird.

Warum ist das wichtig?

  • Entwicklung eines positiven Männlichkeitsbildes zur Förderung von Gleichberechtigung
  • Vermeidung von Pauschalisierungen gegenüber Männern im progressiven Diskurs
  • Notwendigkeit, ein konstruktives Angebot für Männlichkeit zu schaffen

Wer ist betroffen?

  • Männer
  • Frauen
  • Mitglieder der Grünen Partei

Zahlen/Fakten?

  • Neun Männer und vier Frauen arbeiten an einem Manifest über Männlichkeit.
  • Parteichefin Franziska Brantner und Ricarda Lang sind Teil der Gruppe.
  • Kritisiert wird ein mangelndes positives Bild von Männlichkeit in der Partei.

Wie geht’s weiter?

  • Entwicklung eines neuen positiven Bildes von Männlichkeit
  • Schaffung eines Angebots für gute Männlichkeit
  • Abkehr von pauschalen negativen Zuschreibungen an Männer
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