Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik in Berlin: Aufnahme afghanischer Flüchtlinge
Berlin () – Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) aufgefordert, eine geplante Aufnahme-Absage an Afghanen rückgängig zu machen.
„Es ist ein Gebot der Menschlichkeit“, sagte Haßelmann dem Nachrichtenportal „T-Online“ am Freitag. „Deutschland steht im Wort.“ Dobrindt müsse jetzt die Aufnahme der Menschen ermöglichen, die sich gemeinsam mit deutschen Soldaten für ein freies und demokratisches Afghanistan eingesetzt hätten.
„Der Bundeskanzler und sein Innenminister müssen diese zynische und kalte Politik auf Kosten von Familien, Frauen und Kindern aufgeben und zur Verpflichtung unseres Landes stehen“, forderte Haßelmann. Auch Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) und seine Partei dürften nicht länger dazu schweigen.
Das Verhalten der Bundesregierung gefährde Menschenleben, so die Grünen-Politikerin. Wenn Deutschland seine Verpflichtungen nicht einhalte, stehe zukünftig der Wert deutscher Zusagen in Zweifel.
In dieser Woche wurde bekannt, dass die Bundesregierung beabsichtigt, die Einreiseanträge von 640 Menschen aus Afghanistan abzulehnen, obwohl sie bereits in offiziellen deutschen Aufnahmeprogrammen erfasst sind. Rund 90 ehemalige Ortskräfte deutscher Institutionen in Afghanistan und ihre Angehörigen können sich weiter Hoffnungen auf eine Aufnahme machen, ebenso etwa 580 Menschen, die über das sogenannte Bundesaufnahmeprogramm für besonders durch die neuen Taliban-Machthaber gefährdete Menschen eine Zusage erhalten hatten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Britta Haßelmann (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Britta Haßelmann fordert Rücknahme der Aufnahme-Absage an Afghanen
- Bundesregierung plant Ablehnung der Einreiseanträge von 640 Afghanen
- Haßelmann warnt, dass dies Menschenleben gefährdet und deutsche Zusagen in Zweifel zieht
Warum ist das wichtig?
- Menschlichkeit und moralische Verpflichtungen Deutschlands
- Gefährdung von Menschenleben durch abgelehnte Einreiseanträge
- Vertrauensverlust in deutsche Zusagen und Versprechen
Wer ist betroffen?
- Afghanen, die sich mit deutschen Soldaten eingesetzt haben
- Familien, Frauen und Kinder
- Ehemalige Ortskräfte und besonders gefährdete Menschen aus Afghanistan
Zahlen/Fakten?
- 640 Menschen aus Afghanistan sollen Einreiseanträge abgelehnt werden
- Rund 90 ehemalige Ortskräfte und etwa 580 besonders gefährdete Menschen sind von der Ablehnung nicht betroffen
- Die Menschen haben bereits in offiziellen deutschen Aufnahmeprogrammen erfasst.
Wie geht’s weiter?
- Rückgängigmachung der geplanten Aufnahme-Absage an Afghanen
- Unterstützung von ehemaligen Ortskräften und besonders gefährdeten Menschen sicherstellen
- Bundesregierung zur Einhaltung ihrer Verpflichtungen drängen
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