Grüne kritisieren UN-Sicherheitsrats-Kandidatur als "halbherzig"

2. Juni 2026
1 min Lesezeit

Grüne kritisieren UN-Sicherheitsrats-Kandidatur als "halbherzig"

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik: Deutschlands Kandidatur im UN-Sicherheitsrat

() – Die Grünen-Außenpolitikerin Luise Amtsberg wirft der Bundesregierung Halbherzigkeit bei der Kandidatur für einen nicht-ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vor. „Gerade jetzt, mit Blick auf die Weltlage, braucht es dringend ernsthaftes und glaubwürdiges Engagement für die Vereinten Nationen und das internationale Recht“, sagte die Bundestagsabgeordnete und frühere Menschenrechtsbeauftragte der Ampel-Regierung der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe).

Es sei gut, dass erneut Verantwortung im Sicherheitsrat übernehmen wolle. Doch die Bundesregierung gefährde diese Kandidatur durch ihre eigene Halbherzigkeit. Allein darauf zu setzen, dass man zu den größten Beitragszahlern bei den Vereinten Nationen gehört, reiche nicht aus.

„Einen Sitz im Sicherheitsrat gewinnt man durch glaubwürdiges Engagement, diplomatische Präsenz und verlässlichen Einsatz für die internationale Ordnung“, so Amtsberg. Dass der Bundeskanzler nicht zur Generalversammlung gereist sei und der Außenminister bisher noch nicht beim Menschenrechtsrat der UN in Genf war, irritiere daher stark.

Auch die massiven Kürzungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe sendeten ein fatales Signal an die internationale Gemeinschaft, erklärte die Grünen-Politikerin. Auf die massive Kritik an der Nahostpolitik Deutschlands habe die Bundesregierung bisher nicht reagiert. Im Gegenteil: Mit der Enthaltung zum UNRWA-Mandat habe sie eine UN-Institution beschädigt und Zweifel daran verstärkt, dass sie Verstöße gegen das Völkerrecht konsequent benenne.

In New York soll die UN-Generalversammlung am Mittwoch über die neuen nicht-ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats für 2027/28 entscheiden. Deutschland kandidiert in einer Gruppe mit und – doch es sind nur zwei Sitze zu vergeben.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Vereinte Nationen (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Luise Amtsberg kritisiert die Bundesregierung für Halbherzigkeit bei der Kandidatur für einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat.
  • Sie betont, dass glaubwürdiges Engagement und diplomatische Präsenz nötig sind, um einen Sitz zu gewinnen.
  • Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit senden ein negatives Signal und die Bundesregierung reagiert nicht auf Kritik an ihrer Nahostpolitik.

Warum ist das wichtig?

  • Dringender Bedarf an ernsthaftem Engagement für die Vereinten Nationen und internationales Recht
  • Halbeherzigkeit der Bundesregierung gefährdet die Kandidatur für den Sicherheitsrat
  • Massive Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit senden negatives Signal an die internationale Gemeinschaft

Wer ist betroffen?

  • Bundesregierung
  • Vereinte Nationen
  • Internationale Gemeinschaft

Zahlen/Fakten?

  • Deutschland kandidiert für nicht-ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen für 2027/28.
  • Es sind nur zwei Sitze zu vergeben, Deutschland konkurriert mit Portugal und Österreich.
  • Kritik an massiven Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe.

Wie geht’s weiter?

  • Deutschland muss glaubwürdiges Engagement und diplomatische Präsenz zeigen
  • Kritische Reaktion auf Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit
  • Diskussion über die Nahostpolitik und Völkerrechtsverstöße anstoßen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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