Krankenkassen haben 2025 mit 3,5 Milliarden im Plus abgeschlossen

5. März 2026
1 min Lesezeit

Krankenkassen haben 2025 mit 3,5 Milliarden im Plus abgeschlossen

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesundheitssystem und Finanzen in Deutschland

() – Trotz deutlich höherer Ausgaben haben die gesetzlichen Krankenkassen das Jahr 2025 mit einem Überschuss von 3,5 Milliarden Euro abgeschlossen.

Das geht aus Zahlen des GKV-Spitzenverbandes hervor, über die die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (noz) berichtet. „Die Gesamtausgaben sind um 7,8 Prozent von 327 auf 352 Milliarden Euro gestiegen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Oliver Blatt der „noz“. Die Entwicklung der ersten drei Quartale habe sich im vierten Quartal bestätigt.

Am meisten Geld floss in den Bereich Krankenhaus. Die Ausgaben für die Kliniken stiegen um knapp zehn Prozent auf 111 Milliarden Euro. Die Kosten für die ambulante Versorgung stiegen um 7,6 Prozent auf 54 Milliarden Euro. Für Arzneimittel gaben die Kassen insgesamt 58 Milliarden Euro aus, ein Plus von 5,9 Prozent gegenüber 2024.

„Trotz des Überschusses gibt es null Grund zur Entwarnung“, sagte Blatt. Das Plus reiche nicht aus, um die Reserven der Kassen zu füllen, wozu diese verpflichtet seien. Und etliche gesetzliche Krankenkassen hätten schon im Laufe des letzten Jahres ihre Beiträge erhöht. Zum Jahreswechsel folgte dann die Anhebung der Zusatzbeitragssätze um durchschnittlich einen Prozentpunkt auf 3,13 Prozent.

„Dass dieser gesenkt werden kann, ist derzeit illusorisch“, so Blatt. „Im Gegenteil: Wenn in diesem Jahr keine wirksamen Strukturreformen beschlossen werden, um den Ausgabenanstieg deutlich zu drosseln, wird ein Großteil der Kassen spätestens zum nächsten Jahreswechsel die Beiträge abermals anheben müssen.“ Der GKV-Spitzenverband hatte im Dezember ein auf mehrere Jahre angelegtes Sparpaket im Volumen von 50 Milliarden Euro vorgeschlagen. Sparpotenzial sieht der Verband insbesondere bei Kliniken, bei der Abschaffung der teilweisen Doppelfinanzierung von Arztterminen sowie bei Arzneimitteln.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Krankenhausbett (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Gesetzliche Krankenkassen schließen 2025 mit einem Überschuss von 3,5 Milliarden Euro ab.
  • Gesamtausgaben steigen um 7,8 Prozent auf 352 Milliarden Euro, vor allem im Bereich Krankenhaus.
  • Erhöhung der Zusatzbeitragssätze um durchschnittlich einen Prozentpunkt auf 3,13 Prozent.

Warum ist das wichtig?

  • Überschuss von 3,5 Milliarden Euro trotz steigender Ausgaben
  • Wachsende Ausgaben erfordern Strukturreformen zur Senkung zukünftiger Kosten
  • Anhebung der Zusatzbeiträge als Reaktion auf finanzielle Herausforderungen

Wer ist betroffen?

  • gesetzliche Krankenkassen
  • Patienten, die von Krankenhausaufenthalten betroffen sind
  • Patienten, die ambulant versorgt werden

Zahlen/Fakten?

  • Überschuss der gesetzlichen Krankenkassen 2025: 3,5 Milliarden Euro
  • Gesamtausgaben der Kassen: 352 Milliarden Euro (Steigerung um 7,8 Prozent)
  • Ausgaben für Krankenhausversorgung: 111 Milliarden Euro (Steigerung um knapp 10 Prozent)

Wie geht’s weiter?

  • Keine wirksamen Strukturreformen könnten zu erneuten Beitragserhöhungen führen
  • Vorschlag eines Sparpakets von 50 Milliarden Euro durch den GKV-Spitzenverband
  • Fokus auf Einsparungen bei Kliniken, Doppelfinanzierung von Arztterminen und Arzneimitteln
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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