Finanzmittel gegen postinfektiöse Erkrankungen fließen nur langsam

27. Juli 2026
1 min Lesezeit

Gesellschaft: Ministerielle Mittel für Dekade

() – Das Forschungsministerium hat bislang nur knapp die Hälfte der finanziellen Mittel für die „Nationale Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen“ für 2026 bewilligt.

Das geht aus Antworten des Hauses von Ministerin Dorothee Bär (CSU) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die „Rheinische Post“ in ihrer Montagsausgabe berichtet. 2026 flossen bislang erst gut 22 Millionen Euro. Tatsächlich ausgegeben wurden bis dato 5,1 Millionen Euro. Insgesamt stehen dem Forschungsministerium allein für dieses Jahr 50 Millionen Euro für die „Nationale Dekade“ zur Verfügung.

„Die Bundesregierung hat mit der Nationalen Dekade viel versprochen und große Hoffnungen geweckt, liefert aber nicht. Es droht ein Mittelverfall“, sagte die Linken-Abgeordnete Sonja Lemke der „Rheinischen Post“. Von einer gemeinsamen Kraftanstrengung sei „nichts zu spüren“, bemängelte Lemke weiter. „Wenn es so weiterläuft, wird die Dekade eine große Enttäuschung werden“, sagte sie. Damit sich das ändert, müsse die Bundesregierung „schnell in einen anderen Arbeitsmodus kommen“. Die Linken-Politikerin forderte die Regierung auf, die Nationale Dekade „als wichtiges politisches Vorhaben“ zu behandeln.

Laut Schätzungen sind in mehrere Hunderttausend Menschen von postinfektiösen Erkrankungen betroffen, vor allem durch die zahlreichen Fälle nach der Coronapandemie.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Patient mit Infusionsständer (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Finanzmittel gegen postinfektiöse Erkrankungen fließen nur langsam

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Das Forschungsministerium hat für die „Nationale Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen“ in 2026 bislang nur knapp die Hälfte der vorgesehenen Mittel bewilligt
  • Bis dato wurden 5,1 Millionen Euro ausgegeben, während bislang gut 22 Millionen Euro geflossen sind
  • Die Linken-Politikerin Sonja Lemke kritisiert, dass die Bundesregierung zu wenig liefert und ein Mittelverfall droht

Warum ist das wichtig?

  • Es besteht die Gefahr von Mittelverfall, weil für die Nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen 2026 nur ein Teil der Gelder bewilligt und noch wenig ausgegeben wurde
  • Die bisherige Umsetzung wirkt laut Kritik nicht ausreichend, obwohl viele Menschen in Deutschland von postinfektiösen Erkrankungen betroffen sind
  • Um die Wirksamkeit der politischen Vorhaben zu sichern, wird gefordert, die Dekade priorisiert und schneller umgesetzt zu behandeln

Wer ist betroffen?

  • Mehrere Hunderttausend Menschen mit postinfektiösen Erkrankungen, vor allem nach der Coronapandemie

Zahlen/Fakten?

  • 2026 bisher bewilligt: gut 22 Millionen Euro
  • bisher ausgegeben: 5,1 Millionen Euro
  • insgesamt für 2026 verfügbar: 50 Millionen Euro

Wie geht’s weiter?

  • 2026 fließen bislang nur gut 22 Millionen Euro, tatsächlich ausgegeben wurden bisher 5,1 Millionen Euro von insgesamt 50 Millionen Euro
  • Die Linken-Abgeordnete Sonja Lemke fordert, dass die Bundesregierung schnell „in einen anderen Arbeitsmodus“ kommt und die Nationale Dekade als wichtiges politisches Vorhaben behandelt
  • Wenn es so weiterläuft, droht ein Mittelverfall und die Dekade könnte eine „große Enttäuschung“ werden
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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