Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politische Unzufriedenheit in Deutschland steigt
Berlin () – Die Unzufriedenheit der Bundesbürger mit der Politik erreicht nach gut einem Jahr schwarz-roter Koalition enorme Ausmaße. 84 Prozent der Bürger machen sich eher große oder sehr große Sorgen um Deutschland. Nur elf Prozent machen sich geringe Sorgen.
Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild am Sonntag“ hervor. Demnach haben 64 Prozent der Befragten die Sorge, dass keine denkbare Koalition in der Lage ist, die Probleme im Land zu lösen.
Für die Schwäche der Regierung machen 42 Prozent der Befragten alle drei Koalitionsparteien gleichermaßen verantwortlich. 37 Prozent sehen die Hauptschuld bei der Union, 14 Prozent bei der SPD. Die Bürger halten sowohl CDU/CSU als auch SPD zu je 50 Prozent für Blockadeparteien.
Einer Regierungsbeteiligung der AfD steht eine relative Mehrheit der Deutschen ablehnend gegenüber. 41 Prozent der Deutschen sind für ein Ende der Brandmauer, 47 Prozent dagegen. Bei den Unions-Wählern lehnen 67 Prozent eine Zusammenarbeit mit der AfD ab, nur 28 Prozent sind gegen die Brandmauer.
Wenn die großen Reformpläne bei Steuern und Sozialem scheitern, wünschen sich 67 Prozent, dass Kanzler Friedrich Merz ausgetauscht wird. 19 Prozent wünschen das nicht. Selbst bei den Unions-Wählern wären dann 46 Prozent für einen Kanzlerwechsel, ebenfalls 46 Prozent dagegen.
Von den genannten Kanzler-Alternativen zu Merz schneidet Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) in der Umfrage am besten ab. 29 Prozent sagen, er könne Reformen besser durchsetzen als Merz. 25 Prozent glauben das von CSU-Chef Markus Söder, 13 Prozent von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. 33 Prozent sagen, keiner würde es besser machen als Merz.
Eine klare Mehrheit von 74 Prozent wünscht sich laut Insa-Umfrage für die „Bild am Sonntag“, dass das Volk künftig über wichtige Fragen abstimmen darf. Nur 17 Prozent sprechen sich gegen bundesweite Volksentscheide aus.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundestagssitzung (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- 84 Prozent der Bürger machen sich große Sorgen um Deutschland.
- 64 Prozent glauben, keine Koalition kann die Probleme lösen.
- 74 Prozent wünschen sich bundesweite Volksentscheide.
Warum ist das wichtig?
- Hohe Unzufriedenheit der Bundesbürger mit der aktuellen Regierung
- Große Sorge um die Lösung der Probleme im Land
- Wunsch nach mehr Mitbestimmung durch Volksentscheide
Wer ist betroffen?
- Bundesbürger
- Wähler der Union
- Bürger, die sich um die politische Situation in Deutschland sorgen
Zahlen/Fakten?
- 84 Prozent machen sich eher große oder sehr große Sorgen um Deutschland
- 64 Prozent glauben, dass keine Koalition die Probleme im Land lösen kann
- 74 Prozent wünschen sich, dass das Volk künftig über wichtige Fragen abstimmen darf
Wie geht’s weiter?
- Unzufriedenheit mit der schwarz-roten Koalition wächst.
- 74 Prozent der Bürger wünschen sich Volksentscheide.
- Kanzlerwechsel bei Misserfolg der Reformpläne gefordert.
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