Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Künstliche Intelligenz und Gesellschaft in Berlin
Berlin () – Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) sieht die Enzyklika von Papst Leo XIV. zur Künstlichen Intelligenz zwiespältig. Grundsätzlich finde sie die Enzyklika positiv, würde aber stärker die Chancen betonen als die Risiken, sagte die CSU-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
KI könne gerade im Gesundheitsbereich enorme Fortschritte bringen – etwa bei der Früherkennung von Krankheiten oder der Entwicklung neuer Medikamente. „Ich möchte Mut zu KI machen, ohne die Risiken auszublenden“, so Bär. Es sei aber ein wichtiges Signal, wenn sich der Papst nicht nur mit der Vergangenheit, sondern auch mit den Zukunftsfragen unserer Zeit auseinandersetze. Sein zentraler Satz laute: KI müsse dem Menschen dienen – und nicht umgekehrt. Genau das sei der richtige Ansatz.
Der Papst hatte sich besorgt über die Macht globaler KI-Konzerne gezeigt und eine strengere Regulierung gefordert. Auf die Frage, ob sie die bestehenden KI-Regeln für ausreichend halte, sagte Bär, man wisse heute noch gar nicht, welche Möglichkeiten und Herausforderungen durch KI in den kommenden Jahren entstehen würden. Bei aller Begeisterung für technologische Innovationen dürfe man die Risiken nicht unterschätzen, und die Gesetzgebung müsse jeweils angepasst werden.
Die Sorge vor Jobverlust durch die Entwicklung von KI wollte Bär zerstreuen. Die Arbeitswelt habe sich immer gewandelt. Entscheidend bleibe, die Ausbildung und den Beruf zu wählen, der Freude mache – und flexibel zu bleiben. „KI schafft auch neue Jobs“, sagte sie.
Bär zeigte Sympathie für Altersgrenzen bei der Nutzung digitaler Angebote. Sie finde die Diskussion über Altersgrenzen für den digitalen Raum gut – ganz gleich, ob es um Computerspiele, Social Media oder Chatbots gehe. Dass solche Grenzen nicht umgangen werden, sei aber zuallererst Aufgabe der Eltern.
Die Ministerin mahnte die Entwicklung von KI-Systemen an, die weniger Energie verbrauchen. Man solle gezielter in die Forschung gehen, um energieeffiziente und ressourcenschonende KI-Systeme zu entwickeln, sagte sie. Zugleich rief sie dazu auf, verstärkt auf Kernfusion zu setzen. Sie habe die Ausschreibung für drei Forschungs-Hubs gestartet: Laserfusion, Magnetfusion und Materialforschung. Da sei weltweit sehr viel Geld unterwegs, und man könne vorne mit dabei sein. Bär prognostizierte, das erste kommerzielle Fusionskraftwerk werde „in den 2040er-Jahren“ ans Netz gehen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Dorothee Bär (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Dorothee Bär bewertet die Enzyklika von Papst Leo XIV. zur Künstlichen Intelligenz als zwiespältig und sieht Chancen in der Technologie.
- Der Papst fordert eine strengere Regulierung von KI und äußert Bedenken über die Macht globaler KI-Konzerne.
- Bär mahnt zu energieeffizienten KI-Systemen und kündigt Ausschreibungen für Forschungs-Hubs im Bereich Kernfusion an.
Warum ist das wichtig?
- Enzyklika thematisiert Chancen und Risiken von KI, wichtig für eine ausgewogene Sichtweise.
- KI kann im Gesundheitswesen bedeutende Fortschritte bringen, fördert Innovation.
- Notwendigkeit von Regulierung und umweltfreundlichen KI-Systemen zur Sicherstellung der Nachhaltigkeit.
Wer ist betroffen?
- Dorothee Bär (Forschungsministerin)
- Papst Leo XIV.
- globale KI-Konzerne
Zahlen/Fakten?
- KI kann im Gesundheitsbereich enorme Fortschritte bringen.
- Papst fordert strengere Regulierung globaler KI-Konzerne.
- Erstes kommerzielles Fusionskraftwerk wird in den 2040er-Jahren ans Netz gehen.
Wie geht’s weiter?
- KI im Gesundheitsbereich vorantreiben
- Energieeffiziente und ressourcenschonende Systeme fördern
- Altersgrenzen in der digitalen Nutzung diskutieren
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