Union dämpft Erwartungen an Long-Covid-Forschungsförderung

30. Januar 2026
1 min Lesezeit

Union dämpft Erwartungen an Long-Covid-Forschungsförderung

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Forschungspolitik zu postinfektiösen Erkrankungen in Deutschland

() – Der forschungspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Florian Müller (CDU), hat vor zu hohen Erwartungen an die 500 Millionen Euro umfassende Forschungsförderung für postinfektiöse Erkrankungen wie Long Covid gewarnt.

„Grundlagenforschung braucht Zeit und Ausdauer“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk “ (Freitagausgaben). „Wir können nicht fest davon ausgehen, dass schon in ein oder zwei Jahren konkrete Ergebnisse vorliegen, die den Betroffenen sofort helfen können.“ Auch die Pharmaindustrie benötige zunächst die Ergebnisse aus der Wissenschaft, um entsprechende Medikamente entwickeln zu können.

Schon allein durch die Ankündigung der Forschungsförderung erwartet Müller aber einen Mentalitätswechsel in der Gesellschaft. „Wir zeigen ganz klar, dass wir das Leid der Betroffenen ernst nehmen und nun als Bund alle Kräfte in Wissenschaft und Industrie bündeln, um postinfektiöse Erkrankungen wie Long Covid und ME/CFS behandeln zu können“, sagte er. Das habe auch eine gewisse Signalwirkung für die Anerkennung dieser Krankheiten in der Gesellschaft.

„Postinfektiöse Erkrankungen verursachen unfassbares Leid“, so Müller. „Besonders schlimm ist die extreme Hilfslosigkeit der Betroffenen, weil die Erkrankung oft nicht ernst genommen wird und psychische Probleme unterstellt werden“, sagte er. Da sei auch viel Vertrauen in die Institutionen des Staates zerstört worden. Das Vertrauen wolle man zurückgewinnen.

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) will am Freitag Details der „Nationalen Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen“ vorstellen. An Long Covid und Myalgischer Enzephalomyelitis (ME/CFS) leiden in Deutschland schätzungsweise zwei bis drei Millionen Menschen. Betroffene lehnen die häufig synonym benutzten Begriffe „Chronisches Erschöpfungssyndrom“ und „Chronisches Müdigkeitssyndrom“ teilweise ab, weil sie als verharmlosend empfunden werden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kampagnenplakat des Bundesgesundheitsministeriums (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Florian Müller warnt vor zu hohen Erwartungen an die 500 Millionen Euro Forschungsförderung für postinfektiöse Erkrankungen wie Long Covid.
  • Er betont, dass die Grundlagenforschung Zeit benötigt und konkrete Ergebnisse nicht schnell zu erwarten sind.
  • Die Ankündigung der Forschungsförderung soll einen Mentalitätswechsel in der Gesellschaft bewirken und das Leid der Betroffenen ernst nehmen.

Warum ist das wichtig?

  • Warnung vor zu hohen Erwartungen an Forschungsergebnisse für Long Covid und ME/CFS
  • Signalwirkung für gesellschaftliche Anerkennung postinfektiöser Erkrankungen
  • Rückgewinnung des Vertrauens der Betroffenen in staatliche Institutionen

Wer ist betroffen?

  • Betroffene von postinfektiösen Erkrankungen wie Long Covid und ME/CFS
  • Zwei bis drei Millionen Menschen in Deutschland
  • Personen, die unter extremer Hilflosigkeit und Missverständnissen leiden

Zahlen/Fakten?

  • 500 Millionen Euro Forschungsförderung für postinfektiöse Erkrankungen
  • In Deutschland leiden schätzungsweise 2 bis 3 Millionen Menschen an Long Covid und ME/CFS
  • Viele Betroffene empfinden die Begriffe "Chronisches Erschöpfungssyndrom" und "Chronisches Müdigkeitssyndrom" als verharmlosend

Wie geht’s weiter?

  • Details der "Nationalen Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen" werden vorgestellt
  • Erwartung eines Mentalitätswechsels in der Gesellschaft
  • Rückgewinnung des Vertrauens der Betroffenen in staatliche Institutionen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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