Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik: Neue Kampfdrohnen für die Bundeswehr
Berlin () – Der Haushaltsausschuss des Bundestages soll noch im Februar über die Anschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr entscheiden. „Wir gehen davon aus, dass im Februar zwei Beschlussvorlagen zur Anschaffung von Kampfdrohnen bei uns eingehen werden“, sagte der in der SPD-Bundestagsfraktion für Rüstungsbeschaffungen zuständige Berichterstatter, Andreas Schwarz, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagausgabe). „Sie wurden bereits vom Verteidigungsministerium an das Bundesfinanzministerium weitergeleitet.“
Den Zeitungen zufolge sollen das Berliner Rüstungs-Startup „Stark Defence“ und das Münchner Drohnen- und KI-Unternehmen Helsing jeweils einen Auftrag von 300 Millionen Euro erhalten, während das größte deutsche Rüstungsunternehmen Rheinmetall vorerst leer ausgeht.
„Nachdem ein Anbieter bisher nicht in der erforderlichen Qualität liefern kann, müssen die beiden schnellsten Anbieter nicht länger auf den langsamsten warten. Es wird nur das beschafft, was tatsächlich funktioniert“, sagte Schwarz dazu. „Ich gehe davon aus, dass die beauftragten Unternehmen zeitnah liefern können. Denn die Drohnen sind ja bereits entwickelt. Sie müssen nur noch produziert werden. Ich rechne mit ersten Lieferungen noch in diesem Jahr.“ Das Verteidigungs- und das Bundesfinanzministerium wollten sich auf Anfrage nicht äußern.
Der Grünen-Bundestagsabgeordnete und Haushaltsexperte Sebastian Schäfer warnte davor, „Stark Defence“ den Zuschlag zu geben, weil an dem Unternehmen auch der US-Milliardär und Trump-Unterstützer Peter Thiel Anteile halte. „Die letzten Wochen haben eindrücklich gezeigt, dass wir Abhängigkeiten, auch von den USA, dringend reduzieren müssen und nicht weiter ausbauen sollten“, sagte Schäfer den Zeitungen. „Es wäre naiv anzunehmen, dass ein Investor wie Peter Thiel keinen Einfluss ausüben könnte, wenn er wollte.“
Es gebe Rüstungs-Startups und Drohnenhersteller, die nur auf europäische Finanzierung setzen. „Das halte ich für den richtigen Weg“, so Schäfer. „Dass die Bundesregierung die Ernsthaftigkeit der Lage immer noch nicht verstanden hat, zeigt der jüngste Verkauf strategisch wichtiger deutscher Öllager an einen milliardenschweren Trump-Freund.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Begleitdrohne „Wingman“ (Archiv) |
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Haushaltsausschuss entscheidet im Februar über Kampfdrohnenbeschaffung für die Bundeswehr.
- Stark Defence und Helsing erhalten je einen Auftrag von 300 Millionen Euro.
- Grünen-Politiker warnen vor Abhängigkeiten durch US-investierte Unternehmen.
Warum ist das wichtig?
- Entscheidung über Kampfdrohnenanschaffung für Bundeswehr notwendig für nationale Sicherheit.
- Anpassung der Rüstungsstrategie zur Reduktion von Abhängigkeiten von ausländischen Investoren.
- Schnelle Beschaffung moderner Technologien zur Verbesserung der militärischen Einsatzfähigkeit.
Wer ist betroffen?
- Bundeswehr
- Unternehmen "Stark Defence"
- Unternehmen "Helsing"
Zahlen/Fakten?
- Haushaltsausschuss des Bundestages soll im Februar über Kampfdrohnen entscheiden
- Zwei Beschlussvorlagen zur Anschaffung von Kampfdrohnen, je 300 Millionen Euro für Stark Defence und Helsing
- Erste Lieferungen der Drohnen werden noch in diesem Jahr erwartet
Wie geht’s weiter?
- Entscheidung des Haushaltsausschusses über Kampfdrohnen im Februar
- Aufträge für "Stark Defence" und Helsing in Höhe von 300 Millionen Euro
- Erste Lieferungen der Drohnen möglicherweise noch in diesem Jahr
- ZDF-Politbarometer: CDU in Rheinland-Pfalz weiter vorn - 19. März 2026
- US-Börsen auch im Minus – aber nicht so schlimm wie in Europa - 19. März 2026
- Freiburg und Mainz im Europa-League-Viertelfinale - 19. März 2026
