Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wissenschaft und Gesundheit in Deutschland
Berlin () – Wissenschaftsministerin Dorothee Bär (CSU) sieht die Zukunft der Energieversorgung auch in Fusionstechnologie. „Ich habe mich bewusst dafür entschieden, dass wir in Deutschland auf Fusion setzen“, sagte sie der SZ. „Der erste Fusionsreaktor soll in Deutschland stehen“. Das sei „ambitioniert“ und „richtig“.
Viele Experten kritisieren, Kernfusion sei sehr komplex und es sei unwahrscheinlich, dass die Energieversorgung in näherer Zukunft durch die Technik gesichert werden könne. Auch die Kosten dafür seien zu hoch. Mittel des Bundes für Bärs Hightech-Agenda, bei der es unter anderem um Kernfusion geht, wurden im Haushaltsausschuss lange zurückgehalten, weil die Planungen laut Abgeordneten zu unkonkret seien.
„Ob am Ende Laser- oder Magnetfusion den Durchbruch bringt, kann heute niemand seriös sagen – ich nicht, die Wissenschaft nicht“, sagte Bär. „Ich kann keinen dieser Vorwürfe nachvollziehen.“
Bär will zudem im kommenden Wissenschaftsjahr einen Fokus auf Frauengesundheit legen. „Deutschland rühmt sich, weit voraus zu sein, hier sind wir Entwicklungsland“, sagt Bär. Sie kritisierte den bisherigen Umgang der Medizin mit Frauen. „Häufig ist die Medikation auf den männlichen Körper ausgerichtet. Bestimmte Frauenkrankheiten wie Endometriose und Lipödeme sind noch nicht ordentlich erforscht“, sagt sie. Sie sei überzeugt: „Wenn Krankheiten, die ausschließlich Frauen betreffen, Männer treffen würden, stünde die Forschung heute an einem ganz anderen Punkt“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Dorothee Bär am 16.01.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Dorothee Bär plant, in Deutschland auf Fusionstechnologie zur Energieversorgung zu setzen.
- Kritiker weisen auf die Komplexität und hohen Kosten der Kernfusion hin.
- Bär möchte im kommenden Wissenschaftsjahr einen Fokus auf Frauengesundheit legen.
Warum ist das wichtig?
- Förderung der Fusionstechnologie könnte langfristig zur Energieversorgung in Deutschland beitragen
- Fokussierung auf Frauengesundheit könnte soziale und medizinische Ungleichheiten adressieren
- Dringlichkeit einer verbesserten Forschung zu frauenspezifischen Krankheiten ist notwendig
Wer ist betroffen?
- Bürger in Deutschland, die von der Energieversorgung betroffen sind
- Frauen, insbesondere in Bezug auf Frauengesundheit und spezifische Krankheitsforschung
- Experten, die in der Forschung zur Kernfusion tätig sind
Zahlen/Fakten?
- Erster Fusionsreaktor soll in Deutschland stehen
- Mittel des Bundes für Kernfusion wurden im Haushaltsausschuss zurückgehalten
- Fokus auf Frauengesundheit im kommenden Wissenschaftsjahr
Wie geht’s weiter?
- Ausbau der Fusionstechnologie in Deutschland anstreben
- Fokus auf Frauengesundheit im kommenden Wissenschaftsjahr legen
- Kritik am bisherigen Umgang der Medizin mit Frauen verstärken
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