Armutsforscher verlangt Wiedererhebung der Vermögenssteuer

3. Dezember 2025
1 min Lesezeit

Armutsforscher verlangt Wiedererhebung der Vermögenssteuer

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Forderungen in Nordrhein-Westfalen

() – Der Armutsforscher Christoph Butterwegge hat das Land dazu aufgefordert, im Bundesrat die Wiedererhebung der Vermögensteuer auf die Tagesordnung zu bringen.

Da sie „den Ländern zusteht, sollte sich Nordrhein-Westfalen, das mehr Steuereinnahmen braucht, im Bundesrat dafür einsetzen“, sagte der Politikwissenschaftler der „Rheinischen Post“. „Auch eine zeitlich befristete Vermögensabgabe wäre denkbar.“ Auf die Frage, wie hoch die Abgabe sein sollte, sagte Butterwegge: „Auf fünf Jahre verteilt zehn Prozent auf sehr große Vermögen.“

Hintergrund ist der siebte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, der am Mittwoch im Kabinett beschlossen wurde. Butterwegge war Mitglied im Wissenschaftlichen Gutachtergremium für den Bericht, an dem er scharfe Kritik übt. Der Bericht „beschreibt die Armut nur, blendet großen Reichtum völlig aus und verzichtet auf eine Analyse“, kritisierte Butterwegge. „Ein wachsender Teil der Bevölkerung hat das Gefühl, dass es ungerecht zugeht. Hierauf führe ich nicht zuletzt die Erfolge der AfD zurück“, sagte er.

Außerdem forderte der Armutsforscher eine Erhöhung des Mindestlohns auf mindestens 15 Euro sowie eine Grundsicherung, „von deren Regelleistung ihre Bezieher in Würde leben können“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Finanzamt (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Christoph Butterwegge fordert Nordrhein-Westfalen auf, Vermögensteuer im Bundesrat zu erheben.
  • Kritisiert den siebten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung.
  • Fordert Erhöhung des Mindestlohns auf mindestens 15 Euro und Einführung einer würdigen Grundsicherung.

Warum ist das wichtig?

  • Wiedererhebung der Vermögensteuer könnte Steuereinnahmen erhöhen
  • Armut und Reichtum werden unzureichend analysiert, was sozialen Unmut fördert
  • Forderung nach Mindestlohnerhöhung fördert soziale Gerechtigkeit

Wer ist betroffen?

  • Nordrhein-Westfalen
  • Bezieher von Grundsicherung
  • Menschen mit sehr großen Vermögen

Zahlen/Fakten?

  • 10 Prozent Abgabe auf sehr große Vermögen über fünf Jahre verteilt
  • Nordrhein-Westfalen benötigt mehr Steuereinnahmen
  • Mindestlohnerhöhung auf mindestens 15 Euro gefordert

Wie geht’s weiter?

  • Nordrhein-Westfalen soll im Bundesrat die Wiedererhebung der Vermögensteuer anstoßen
  • Zeitlich befristete Vermögensabgabe in Höhe von 10% auf große Vermögen prüfen
  • Mindestlohn auf mindestens 15 Euro erhöhen und Grundsicherung anpassen
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