Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Vermögensteuer-Debatte in Berlin
Berlin () – Die Linke hat einen Vorschlag für eine progressive Vermögensteuer präsentiert, die das Steueraufkommen erheblich steigern könnte.
Laut einer am Freitag veröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) könnte bei einem Steuersatz von 1 bis 5 Prozent, der ab einem Vermögen von 50 Millionen Euro greift, ein jährliches Steueraufkommen von bis zu 147 Milliarden Euro erzielt werden. Der persönliche Freibetrag soll bei 1 Million Euro liegen, während Unternehmensvermögen bis zu 5 Millionen Euro steuerfrei bleiben sollen.
Die Studie zeigt, dass die Belastung fast ausschließlich das oberste Prozent der Vermögensverteilung treffen würde. Die reichsten 0,1 Prozent, die bei einem Vermögen von 13,8 Millionen Euro beginnen, würden 91 Prozent des Steueraufkommens tragen. Die reichsten 0,01 Prozent, die bei einem Vermögen von 76 Millionen Euro beginnen, würden 72 Prozent des Steueraufkommens schultern. Laut den Forschern könnte die Vermögensungleichheit dadurch spürbar sinken.
Allerdings könnten Anpassungsreaktionen wie Steuergestaltungen und Investitionszurückhaltung das potenzielle Steueraufkommen deutlich reduzieren. Bei hoher Elastizität der Besteuerungsgrundlagen könnte das zusätzliche Steueraufkommen um bis zu 60 Prozent sinken. Die Studie empfiehlt daher, die Vermögensteuer schrittweise und international koordiniert einzuführen, um negative Auswirkungen auf Investitionen und Standortattraktivität zu minimieren.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Vorstellung Studie zu Vermögensteuer am 06.02.2026 |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Die Linke hat einen Vorschlag für eine progressive Vermögensteuer vorgestellt.
- Eine Studie des DIW prognostiziert ein Steueraufkommen von bis zu 147 Milliarden Euro.
- Die Belastung würde überwiegend das oberste Prozent der Vermögensverteilung betreffen.
Warum ist das wichtig?
- Möglichkeit, jährliches Steueraufkommen von bis zu 147 Milliarden Euro zu erzielen
- Belastung trifft überwiegend oberstes Prozent der Vermögensverteilung
- Potenzial zur Reduzierung von Vermögensungleichheit
Wer ist betroffen?
- oberstes Prozent der Vermögensverteilung
- reichste 0,1 Prozent
- reichste 0,01 Prozent
Zahlen/Fakten?
- Jährliches Steueraufkommen von bis zu 147 Milliarden Euro bei einem Steuersatz von 1 bis 5 Prozent ab 50 Millionen Euro Vermögen
- Personalfreibetrag von 1 Million Euro; Unternehmensvermögen bis 5 Millionen Euro steuerfrei
- Reichste 0,1 Prozent tragen 91 Prozent des Steueraufkommens; reichste 0,01 Prozent schultern 72 Prozent
Wie geht’s weiter?
- Einführung einer progressiven Vermögensteuer schrittweise und international koordiniert
- Berücksichtigung von möglichen Anpassungsreaktionen zur Minimierung negativer Auswirkungen auf Investitionen
- Ziel: spürbare Senkung der Vermögensungleichheit
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