Rentenstreit: Politologe warnt vor Anstieg von Altersarmut

25. November 2025
1 min Lesezeit

Rentenstreit: Politologe warnt vor Anstieg von Altersarmut

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Herausforderungen der Rentenreform in Berlin

() – Im aktuellen Streit um das Rentenniveau hat der Politikwissenschaftler und Armutsforscher Christoph Butterwegge steigende Ausgaben für die Rente verteidigt und vor einer anwachsenden Altersarmut gewarnt.

Der „Rheinischen Post“ (Dienstag) sagte Butterwegge: „Wenn die Gesellschaft altert, ist es klar, dass die Rentenbeiträge steigen müssen, wenn nicht andere Wege – etwa in Richtung einer solidarischen Bürgerversicherung oder einer Erwerbstätigenversicherung – beschritten werden.“ Für den Protest der jungen Unionsabgeordneten habe er daher „kein Verständnis“.

Butterwegge warnte: „Wenn man das Rentenniveau durch die Revitalisierung des Nachhaltigkeitsfaktors auf unter 48 Prozent fallen lässt und die Renten an die Inflation statt an die Lohnentwicklung koppelt, würde das die Altersarmut drastisch erhöhen.“

Der Politikwissenschaftler sprach sich zudem für eine Erwerbstätigenversicherung aus. „Selbstständige, Freiberufler, Beamte, Abgeordnete und Minister müssen wir miteinbeziehen. Auch Kapitalerträge sowie Miet- und Pachteinnahmen müssen berücksichtigt werden. Man müsste die Beitragsbemessungsgrenze entweder aufheben oder stark anheben. So könnte man den Sozialstaat auf ein festes finanzielles Fundament stellen und auch höhere Renten wie in zahlen“, sagte er. Dafür müsse man aber „die gesellschaftlichen Gruppen beteiligen, denen es sehr gut geht“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Eine Frau wühlt in einem Abfalleimer (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Christoph Butterwegge verteidigt steigende Ausgaben für die Rente und warnt vor Altersarmut.
  • Er kritisiert die Senkung des Rentenniveaus und fordert eine solidarische Bürgerversicherung.
  • Butterwegge schlägt eine Erwerbstätigenversicherung vor, um verschiedene Gruppen in die Rentenversicherung einzubeziehen.

Warum ist das wichtig?

  • Steigende Rentenausgaben sind notwendig zur Bekämpfung von Altersarmut.
  • Anhebung des Rentenniveaus ist entscheidend, um gesellschaftliche Ungleichheiten zu vermeiden.
  • Einbeziehung verschiedener Erwerbsgruppen in die Rentenversicherung stärkt den Sozialstaat.

Wer ist betroffen?

  • ältere Menschen
  • Selbstständige und Freiberufler
  • Beamte, Abgeordnete und Minister

Zahlen/Fakten?

  • Rentenniveau könnte unter 48 Prozent fallen
  • Zusammenhang zwischen Renten und Inflation statt Löhne könnte Altersarmut erhöhen
  • Vorschlag zur Einbeziehung aller Einkommensarten in die Rentenversicherung

Wie geht’s weiter?

  • Diskussion über steigende Rentenbeiträge und Alternativen wie Bürgerversicherung
  • Warnung vor zunehmender Altersarmut durch sinkendes Rentenniveau
  • Vorschläge zur Einbeziehung verschiedener Berufsgruppen in die Rentenversicherung
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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